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„Raiders of the North Sea“ – Fazit

Review-Fazit zu „Raiders of the North Sea“, einem taktischen Wikinger-Workerplacementspiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 60-120min.
Autor: Shem Phillips
Illustration: Mihajlo Dimitrievski
Verlag: Garphill Games
Anleitung: englisch
Material: englisch

[Download: Anleitung]
dt., engl., frz., jap., ung., ital., holl.: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/170042/raiders-north-sea/files

[Fazit]
Um ihrem Häuptling zu gefallen ziehen die Wikinger des Dorfes los und überfallen Dörfer, Klöster und Festungen, bekämpfen Walküren, rauben Gold und Vieh und spenden^^ es dem Chef.
Um dies alles zu bewerkstelligen und so auch allmählich immer mehr Punkte zu generieren, setzen die Spieler ihren Wikinger (Arbeiter) der Wahl entweder im Dorf ein – hier wird dann die Aktion des ausgesuchten Feldes ausgeführt und dann gleich ein (anderer!) Wikinger zurückgenommen, wobei dessen Aktionsfeld ebenfalls aktiv wird – oder auf See, um auf Raubzug zu gehen. Für Raubzüge muss nicht nur die „Arbeiter“-Figur entsprechend platziert werden (dies ist nicht überall für jede Figur möglich!), der Spieler muss auch über eine bestimmte Anzahl Proviant und Kämpfer verfügen. Werden so die Bedingungen des angegriffenen Ortes erfüllt, erhält der Spieler die dort liegenden Ressourcen und entführt eventuell dort ansässige „Arbeiter“ – und nur auf diesem Wege kommt man an spezialisierte „Arbeiter“, die dann im eigenen Dorf wiederum weitere Aktionsfelder nutzen können. Ist eine Walküre vor Ort, stirbt automatisch ein eigener Soldat!

Auf die Art verbessern die Spieler nach und nach ihre Punktebalance und Möglichkeiten, bis eine der Endbedingungen ausgelöst wird (z.B. alle bis auf eine Festung wurden erobert) und es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

„RotNS“ spielt sich von Beginn an flüssig – wenn man auch in den ersten Runden immer gleich Ressourcen sammeln muss, aber immerhin werden diese jedesmal neu und verschieden verteilt -, dank des strukturierten Spielzugangs, aufgrund der guten Anleitung. Der meist taktische und vorausschauende Spielablauf, mit dezenten Glücksanteilen beim Würfeleinsatz, ist immer interessant und bietet fast keine Längen. Die wunderschön gestalteten Spielkomponenten bieten dazu reichlich Abwechslung und für den Wiederkehrer immer wieder neue Herausforderungen durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Karten. So kann z.B. jedesmal ein komplett anderer Schwerpunkt auf die Mannschaftszusammenstellung gelegt werden, wenn es um Raubzüge geht. Auch die Gewinnoptionen sind variabel, ob man nun in erster Linie z.B. durch Kämpfe oder Spenden punktet, kann sich je nach Spielverlauf auch immer anders entwickeln.
Eine Interaktion zwischen den Spielern ist durchaus gegeben, je nach genutzten Kartenfähigkeiten und vor allem durch den Arbeitereinsatz, denn fast immer, wird der, für den nächsten Zug, erhoffte Aktionsplatz bzw. die geplante Reihenfolge, in der man die gegebenen Aktionen nutzen möchte (oder muss) quasi-blockiert. Auch durch die Vorgabe, dass die richtig interessanten Plätze eben spezialisiertere Arbeiter benötigen kann für ordentliche Ärger-Taktiken sorgen^^.

Ein sehr gutes Wikingerspiel, mit forderndem Workerplacement-Mechanismus, das unbedingt in jede Sammlung von Vielspielern gehört und Gelegenheitsspielern auch auf jeden Fall vorgestellt werden muss! Es funktioniert mit jeder Spielerzahl gleich gut, ist entsprechend ausbalanciert und bietet sehr wertiges Spielmaterial. Die zugehörigen Erweiterungen dürften das Spiel noch interessanter machen, obwohl es das eigentlich gar nicht nötig hat.

[Note]
6 von 6 Punkten.

 
[Links]
BGG: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/170042/raiders-north-sea
HP: http://garphill.com/product/raiders-of-the-north-sea
Ausgepackt: n/a

[Galerie]

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