Kings under Mountains

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MrSkull
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Kings under Mountains

Beitrag von MrSkull » 18.11.2013 09:27

Ein spannendes und schnelles Taktikkartenspiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren.

Die Könige der Nebelberge wollen dem eigenen Volk zu mehr Reichtum verhelfen, indem der Kampf um die Bergminen gewonnen und das Ausplündern derselben hurtig vorangetrieben wird, bevor die Konkurrenz alles ausgebeutet und geplündert hat.

Zunächst wird bestimmt, welcher Spieler für welches Volk (Gnome, Orks, Goblins, Giganten) Schwert und Spitzhacke ergreift^^. Dazu werden die 4 Königskarten verdeckt gemischt und zufällig an die Spieler verteilt. Diese drehen die Karten um und legen sie vor sich aus, damit jeder weiss, wer für welches Volk verantwortlich ist.

Die Spielkarten (beidseitig zu verwenden: die Bildseite zeigt einen Charakter eines bestimmten Volkes mit farbigen Hintergrund sowie einem Wert von 0-9 und die Rückseite zeigt einen Minenschacht mit Zahlenwerten) werden gut gemischt und als ein verdeckter Stapel bereitgelegt. Hiervon werden die 4 Obersten gezogen und nebeneinander offengelegt - dies ist die spätere Aus- und Ablage für Einheiten.
Darunter werden 4 weitere Karten mit ihrer Rückseite (dem Minenschacht) ausgelegt - dies sind die Minen, um die gekämpft wird.
Danach werden jedem Spieler 6 Karten auf die Hand zugeteilt und ein Startspieler bestimmt.

Der aktive Spieler hat immer die Wahl zwischen 2 Aktionsmöglichkeiten und darf dabei immer nur 1 Karte ausspielen.

Das erste Ziel ist es nun Bergminenkarten zu erobern (Aktion A).
Dazu müssen genau so viele Einheitenkarten auf die Zielbergminenkarte gelegt werden, wie ihr Verteidigungswert in der rechten oberen Ecke angibt. Zu beachten ist dabei, dass die zuletzt nötige Karte, die gelegt wird, dem eigenen Volk entspricht, denn die Minenkarte bekommt immer der Spieler, dessen Volkskarte dort als Letzte ausgelegt wird!
Bsp.: der Verteidigungswert ist drei, der aktive Spieler gehört den Goblins an, es liegen bereits zwei Giganten an der gewollten Mine. Er muss also einen Goblin auslegen, um die Mine für sich zu beanspruchen.

Eine weitere Legeregel besagt, dass die aktuelle Karte im Wert immer höher sein muss, als die Vorherige. Also muss mindestens eine "7" auf eine "6" folgen, etc.! Die "0" kann nur auf die "9" gelegt werden.

Nach Eroberung der Minenkarte werden die benutzten Einheitenkarten abgelegt und zwar in der Reihenfolge rückwärts, also so wie man sie nun aufnimmt, auf die - über den ausliegenden Minenkarten - Einheitenauslage, nach Völkern sortiert.
Die entstandene Lücke bei den Minenkarten wird, vom Nachziehstapel gezogen, geschlossen.

Besitzt man eine Bergmine gilt es als nächstes Ziel diese auszubeuten (Aktion B). Dazu benötigt man wieder Karten und zwar soviele, wie der Wert oben links auf der Minenkarte anzeigt.
Hier werden nun beliebige "Gefangene" (Karten anderer Völker als dem Eigenen) abgelegt, um das Soll zu erfüllen. Gelegentlich ist auch ein Aufseher erforderlich (wird unter dem Wert f. d. Arbeiterzahl mit einem Überwachungssymbol (Auge mit Peitsche)), dieser muss aus dem eigenen Volk stammen und vom Kartenwert her gleich grösser dem zuletzt ausgelegten Arbeiter sein.

Wurden die Bedingungen erfüllt, hat man die Mine ausgebeutet und deren Siegpunktewert (unten links) zähkt zum Endergebnis hinzu. Die Karte wird nun unter die eigene Königskarte gelegt, damit die anderen Spieler im Verlauf des Spiels nicht sehen können, wieviele Minen schon ausgebeutet wurden.
Die benutzten Einheitenkarten werden abgeworfen und kommen damit aus dem Spiel!

In beiden Fällen zieht der Spieler anschliessend eine Karte nach, so dass er wieder 6 Karten auf der Hand hält - er zieht entweder vom Nachziehstapel oder von einem der offenliegenden Völkerstapel (deswegen sollen die Einheitenkarten auch "rückwärts" abgelegt werden, denn so liegen die höherwertigen Karten nicht immer gleich oben auf^^).

Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Nun folgt die Wertung der Minen.
Jeder zählt die Siegpunkte seiner ausgebeuteten Minenkarten zusammen und zieht hiervon nun die Punkte der Minenkarten ab, die noch offen - also nicht fertig ausgebeutet - ausliegen!
Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Kings under Mountains ist ein überraschend tiefgehendes Taktikspiel. Man mag es dem kleinen Kartenspiel gar nicht ansehen - wobei die Grafiken allesamt sehr gut geworden sind^^ -, doch die Spielmechanik entfaltet sich schnell zu einem Wettgrübeln, welche Mine man nun besser zuerst erobert bzw. erobern will, wie man der Quasi-Wettbieterei bluffen kann oder auch mal absichtlich den Gegner eine Mine zukommen läßt, um diesem, gerade zum Ende des Spieles hin, extra Minuspunkte zu bescheren, wenn dieser hoffnungslos überfordert ist, die Mine noch rechtzeitig auszubeuten^^. Der Glücksanteil des Kartenziehens ist vernachlässigbar, da durch die getrennten Spielzüge (Mine erobern # Mine ausbeuten) eigentlich jede Karte hilfreich sein kann und wenn man durch das Abwerfen derselben einfach nur die offene Auslage eines Volkes "sperrt" - so dass die vom Gegner vermutlich benötigte Karte nicht mehr (so schnell) erreichbar ist (man sieht da häufig mürrisches Augenbrauen-Hochziehen^^).
Das Spiel funktioniert in jeder Besetzungszahl und lockt Viel- wie Gelegenheitsspieler an den Tisch!


[Wir danken RightGames für das Testexemplar!]

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