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Beitrag von MrSkull » 05.06.2014 18:31

Taktikspiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren von Elad Goldsteen.

Die Spieler versuchen in Teams die Weltherrschaft an sich zu reissen, indem sie nach und nach neutrale und gegnerische Gebiete erobern.


Spielvorbereitung:
Nachdem die Teams gebildet wurden und sich die Spieler brav gegenübersitzen, werden die 20 Gebietsplättchen gemischt und zufällig in einer 4x5 Anordnung aufgedeckt. Jedes Team erhält die 16 Marker-Chips in seiner Farbe und setzt 2x3 davon auf gegenüberliegende Ecken der Gebietsplättchen als Startpositionen. Abschliessend werden alle Spielkarten gemischt und an jeden Spieler 12 Karten verdeckt ausgeteilt.

Die Gebietsplättchen zeigen mittig eine Region und in den Ecken die drei Macht-Symbole "Politik" (blau), "Wirtschaft" (grün) und "Militär" (rot).
Die Spielkarten gibt es dazu in den drei Farben mit den Werten 1-12 sowie einigen Sonderkarten, die bestimmte Aktionen auslösen können. So zum Beispiel die "Embargo"-Karte, die alle Karten der Wirtschaftsmacht vom Tisch fegt^^ oder die "Verstärkung"skarte, die den Wert einer ausgespielten Militärkarte verdoppelt, u.a. (es gibt 4 Sonderkarten pro Machtfarbe).


Spielziel:
In der "2 von 3"-Kampagne zu dominieren.


Spielablauf:
Das Spiel dauert durchaus einige Runden - bis eben eine Seite im Verhältnis 1 Spiel mehr gewonnen hat, als die gegnerische Seite - und jede Runde besteht aus 2 sich wiederholenden Phasen, der Bietphase und der Konfliktphase.

Die Bietphase legt eigentlich nur fest, wieviele Gebiete ein Team glaubt erobern zu können.
Dazu nennt jeder Spieler reihum ein Gebot (Anzahl der Gebiete) und eine der dominierenden Mächte - dies ergibt sich aus der Kartenhand, je mehr Karten von einer Farbe vorhanden sind, desto wahrscheinlicher sind auch viele Siege in diesem Machtbereich.

Bsp.:
Spieler 1: 10 Politik - Spieler 2: 12 Militär - Spieler 3: 12 Wirtschaft - Spieler 4: passe - Spieler 1: 12 Politik - Spieler 2: 13 Militär - Spieler 3: passe - Spieler 4: passe - Spieler 1: passe.

Es gewinnt Spieler 2, er wird Startspieler und das Militär wird die vorherrschende Macht in dieser Runde (d.h. rot ist Trumpf^^).

Gebote müssen eine Gebietszahl von 10-20 beinhalten und das folgende Gebot muss vom Wert her höher sein, als das Vorherige oder einen gleichen Wert, aber eine höhergestellte Macht vorweisen (Politk > Wirtschaft > Militär)! Wer einmal gepasst hat, ist ganz aus der Bietrunde raus und kann nicht wieder einsteigen.

Nun folgt die Konfliktphase. Hier wird nun um die Gebiete gekämpft, indem jeder reihum Karten ausspielt, die bedient oder gestochen werden.
Der Startspieler entscheidet sich für ein Gebiet, um das nun gekämpft werden soll und stellt dort den Kampfmarker ab.
Solange es neutrale Gebiete gibt, müssen diese angegriffen werden, erst wenn diese alle erobert wurden, weitet sich der Kampf auf gegnerische Gebiete aus! Ein anzugreifendes Gebiet muss dabei auch immer waagerecht oder senkrecht an ein eigenes angrenzen.

Der Startspieler spielt nun eine Karte aus und die nachfolgenden Spieler müssen eine Karte derselben Macht (Farbe) ausspielen oder eine Sonderkarte. Haben sie beides nicht, dürfen sie irgendeine Machtkarte ausspielen. Um einen Konflikt zu gewinnen, muss ein Spieler die höchste Karte in diesem Zug gespielt haben, dies ist entweder die höchstwertige Karte in der anfänglich ausgespielten (Macht-)Farbe oder ein "Trumpf", wenn eine Karte mit der dominierenden Machtfarbe auf eine andere Farbe gespielt wurde.

Bsp.:
Spieler 1 spielt eine Wirtschaftskarte 5 aus, Spieler 2 "bedient" mit einer Wirtschaftskarte 2, Spieler 3 wirft eine Politikkarte 1 ab und Spieler 4 trumpft mit einer Militärkarte 6 (s. obiges Bsp.)!

Spieler 4 gewinnt den Konflikt und legt einen Chip seines Teams auf das aktuelle Gebiet. Er wird nun auch der neue Startspieler und stellt den Kampfmarker auf ein neues Gebiet seiner Wahl, um das gekämpft werden soll. Die ausgespielten Karten kommen auf eine Ablage. Wurde ein gegnerisches Gebiet erobert, wird der eigene Chip auf den Vorhandenen gelegt.

So werden alle 12 Karten nach und nach ausgespielt und die Runde mit der Wertung der Gebiete beendet.
Nun wird festgestellt, ob die Vorhersage des Gewinners der Bietphase auch eingetroffen ist.
Nach obigen Beispiel muss das Team also mindestens 13 Gebiete erobert haben, trifft dies zu, wurde die erste Kampagne gewonnen und ein weiterer Sieg in Folge würde den Spielsieg bedeuten.
Wurden weniger Gebiete erobert, gewinnt entsprechend das gegnerische Team!


Spielende:
Das Spiel endet, sobald ein Team 2 Kampagnen hintereinander gewonnen hat.


Varianten:
Es gibt noch eine 2-Spieler und 3-Spieler Option. Bei 2 Spielern kommt eine "Drafting"-Phase hinzu, bei der die beiden Konkurrenten abwechselns Karten ausspielen und nachziehen und so versuchen möglichst wertvolle Karten auf der Hand zu behalten, wenn der "Nachziehstapel" aufgebraucht ist und das Spiel beginnt.
Bei 3 Spielern, spielt abwechselnd jeder einmal alleine gegen die anderen beiden Spieler über somit insgesamt 3 Kampagnenrunden.


Fazit:
Unter dem Strich liegt hier ein einfaches Stichspiel vor. Aufgebauscht durch das weltbeherrschende Thema und untermalt mit martialisch-süßen Grafiken^^. Der Ablauf ist simpel und die Regeln eingängig, somit steht einem, auch durch die Sonderkarten, abwechslungsreichen Taktikspielchen nichts im Wege.
Und genau das bekommt der Spieler auch, ein kleines, feines Eroberungsspielchen mit Glücksmomente beim Kartenspiel. Gut für zwischendurch, aber keine kräftige Hausmannskost für den vielspielenden Taktiker. Eher für geneigte Gelegenheitsspieler mit Hang zu nostalgischen Erinnerungsmomenten an vergangene Spielesammlungen (Schach-, Dame-, Mühle-, Skat-, Doppelkopf-, etc.) -Runden - halt alles auf seichterer Ebene und schon mal da gewesen.
Das Spiel gefällt und ist gut, aber es drängt sich nicht so sehr in den Vordergrund einer allabendlichen Spieleauswahl und findet sich daher eher seltener auf dem Tisch wieder.



weiterführende Hinweise:
- BGG-Eintrag: http://www.boardgamegeek.com/boardgame/127748/alliances
- HP: http://www.goldenegggames.com/#!alliances/c215x
- Anleitung: englisch
- Material: sprachneutral
- Fotos: HP/?p=5912

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