„Tal der Gnome“ – Fazit
Review-Fazit zu „Tal der Gnome“, einem taktischen Legespiel.
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[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 45-60min.
Autor: Ammon Anderson
Illustration: Ammon Anderson und Patrick Spaziante
Verlag: Strohmann Games
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral
[Download: Anleitung/Übersichten]
engl., holl.: https://boardgamegeek.com/boardgame/332885/gnome-hollow/files
dt.: https://www.strohmann-games.de/spiele/jahrgang-2025/tal-der-gnome/ (s. u.)
[Fazit]
„TdG“ ist so ein Spiel, bei dem man nach der ersten Partie denkt: „Okay, das war süß.“. Und nach der dritten Partie merkt: „Verdammt, das ist cleverer, als es aussieht.“. Es ist ein wunderbar verspieltes, taktisches Legespiel, das irgendwo zwischen entspanntem Gartenbau, magischem Pilzhandel und gnomiger Hektik pendelt – und genau deshalb so gut funktioniert.
Im Kern baut man im Tal ein immer weiter wachsendes Gartenmosaik aus Plättchen, die kleine weiße Pilzpfade zeigen. Diese Pfade versucht man zu geschlossenen Ringen zu verbinden – denn sobald ein Ring (im weitesten Sinne^^) entsteht, sprießen farbige, magische Pilze aus dem Boden, die dann eingesammelt werden. Klingt simpel, aber der Clou liegt im Timing. Man wählt pro Zug zwei Plättchen aus der Auslage, muss sie passend anlegen, darf dabei keine offenen Wege zweier Gnome miteinander verbinden und hofft, dass einem niemand in die Quere kommt. Oder noch schlimmer, dass jemand den fast fertigen Ring vollendet und damit die Punkte abgreift. Denn wer einen Weg mit seinem Gnom reserviert hat, kontrolliert den Ring – und alle anderen müssen höflich fragen, ob sie überhaupt anlegen dürfen – „kassieren“ wird für den betroffenen Ring aber immer der Erstbesetzer. Gnome sind klein, aber ihre Besitzansprüche sind groß.
Sobald ein Ring geschlossen ist, wird’s belohnend. Man sammelt die Pilze ein, verschiebt einen der Ringmarker auf dem eigenen Tableau und kassiert Boni – zusätzliche Pilze, Blumen, gespeicherte Plättchen oder sogar Schilder, die man in den Garten setzt. Diese kann man später mit einem Gnom besuchen, um weitere Vorteile zu erhalten. Und genau hier beginnt das Spiel zu „kaskadieren“. Ein Ring löst einen Bonus aus, der ein Wildblumenplättchen (ein Plättchen mit einem fertig geschlossenem Ring) gibt, das wiederum sofort einen neuen Ring schließen kann, der wieder einen Bonus triggert und plötzlich fühlt man sich wie ein gnomischer Mastermind, der das Pilzuniversum kontrolliert.
Nach dem Legen und Auflösen der Effekte darf man optional einen der beiden eigenen Gnome bewegen. Das ist der Aktionsmotor. So kann mamn kann einen Weg reservieren, am Blumenmarkt einen neuen Blumentopf für die Sammlung holen (jede neue Farbe erhöht die Punkte bei der Endwertung), ein Schild nutzen oder am zentralen Baumstumpf Pilze verkaufen. Der Pilzmarkt ist dabei ein kleines Wettrennen. Je mehr Verkaufsfelder blockiert werden, desto weniger lukrativ wird der Handel – also lieber früh und oft verkaufen, bevor die guten Plätze weg sind.
Das Spiel endet, wenn jemand acht Blumen gesammelt hat, acht Ringe gewertet wurden oder die Plättchen ausgehen. Dann gibt es Punkte für Blumen, Ringe und Schätze – Pilze sind am Ende wertlos.
„TdG“ ist ein charmantes, überraschend taktisches Plättchenlegespiel, das mit seiner Mischung aus Puzzle, Timing, Interaktion und kleinen Combo-Ketten richtig Laune macht. Es spielt sich flott, sieht auf dem Tisch fantastisch aus und bietet genug Tiefe, um auch Vielspieler zu beschäftigen, ohne Familien zu überfordern. Die Gnome sind knuffig, die Mechanik ist elegant, und das Gefühl, einen perfekten Ringzug zu landen, ist einfach herrlich befriedigend. Wer gerne puzzelt, plant und ein bisschen Chaos in Kauf nimmt, wird hier glücklich. Ein echtes Wohlfühlspiel – mit Pilzmagie.
[Note lt. Kompetenz-Team]
von
Punkten.
{gespielt von Babsi, Roswitha, Pascal}
[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/332885/gnome-hollow
HP: https://www.strohmann-games.de/spiele/jahrgang-2025/tal-der-gnome/
Ausgepackt: n/a
[Galerie: 13 Fotos]




