„Tatort Tonne“ – Fazit
Review-Fazit zu „Tatort Tonne“, einem tierischen Bluffspiel.
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[Infos]
für: 2-10 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autor: Alex Cutler
Illustration: Barbara Spelger
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral
[Download: Anleitung/Übersichten]
engl.: https://boardgamegeek.com/boardgame/285165/tatort-tonne/files
dt., engl.: https://www.amigo-spiele.de/tatort-tonne_1950_1092
[Fazit]
Ein kleines, schnell gespieltes Bluff- und Einschätzspiel, das mit seiner Waschbären-Thematik sofort klar macht, worum es geht, nämlich heimlich Müll stibitzen, ohne erwischt zu werden – oder andere beim Klauen ertappen. Die Idee ist charmant, der Ablauf flott und insgesamt wirkt das Spiel wie ein netter, unkomplizierter Lückenfüller, der für kurze Runden zwischendurch taugt, ohne dabei große Begeisterungsstürme auszulösen.
Jede Person startet mit drei identischen Karten. „Müll klauen“, „Der war’s!“ und „Wasserdichtes Alibi“. Dazu liegen in der Tischmitte die begehrten Müllkarten, die man im Laufe der Partie sammeln möchte. In jeder Runde wählt jede Person gleichzeitig eine ihrer drei Karten und legt sie verdeckt ab. Zuerst decken alle auf, die „Der war’s!“ gespielt haben und zeigen gleichzeitig auf jemanden – oder auf niemanden, wenn sie sich unsicher sind. Die Beschuldigten müssen ihre Karte aufdecken. Wer tatsächlich „Müll klauen“ gespielt hat, fliegt sofort raus; wer ein „Wasserdichtes Alibi“ zeigt, schickt stattdessen seine Ankläger aus dem Spiel. Erst danach decken die übrigen ihre Karten auf. Wer unentdeckt Müll geklaut hat, nimmt sich eine Müllkarte, wer ein Alibi gelegt hat, geht leer aus. Dann beginnt die nächste Runde mit denselben drei Karten, solange man noch im Spiel ist. Gewonnen hat, wer als Einziger drei Müllkarten sammelt oder als Letzter übrig bleibt.
Der Ablauf ist damit klar strukturiert und schnell verinnerlicht. Ein bisschen Bluff, ein bisschen Bauchgefühl, ein bisschen Chaos – vor allem in größeren Gruppen. Genau darin liegt auch der Reiz – und gleichzeitig die Grenze des Spiels. „TT“ lebt von Momenten, in denen Anschuldigungen wild durch den Raum fliegen oder jemand mit einem perfekt getimten Alibi zwei Gegner auf einmal rauswirft. Gleichzeitig bleibt die Entscheidungsfreiheit überschaubar, und nach einigen Runden wiederholt sich das Muster spürbar. Es ist ein Spiel, das man gerne mal mitnimmt, das für Lacher sorgt und sich angenehm wegspielt, aber eben auch keines, das lange nachhallt oder strategisch viel hergibt.
Unterm Strich ist „TT“ ein solides, leicht chaotisches Partyspielchen. Nett, schnell erklärt, schnell gespielt – und ebenso schnell wieder im Regal, bis man das nächste Mal Lust auf ein paar Minuten Waschbären-Blufferei hat.
[Note lt. Kompetenz-Team]
von
Punkten.
{gespielt von Babsi, Roswitha, Pascal}
[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/285165/tatort-tonne
HP: https://www.amigo-spiele.de/tatort-tonne_1950_1092
Ausgepackt: n/a
[Galerie: X Fotos]




