Stick to Colours

Vorstellen und Besprechen neuer Kartenspiele.

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MrSkull
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Stick to Colours

Beitrag von MrSkull » 10.03.2016 21:16

Bluff- und Auktionsspiel für 2-4 Spieler ab 12 Jahren von Ilya Proshin.

Die Spieler müssen Karten nach Farbe oder Zahlen sammeln, um punkteträchtige Sets zu erstellen.


Spielvorbereitung:
Die Spielkarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt, jeder Spieler erhält hiervon 2 Karten auf die Hand. Zudem erhalten die Spieler nach Farbwahl 6 doppelseitige Biet-Marker und eine Übersicht. Der zufällig bestimmte Startspieler erhält noch den Startspielermarker.
Abschliessend werden 5-6 Karten (je nach Spielerzahl) vom Stapel offen neben diesen ausgelegt.


Spielziel:
Die meisten Punkte zu erhalten!


Spielablauf:
Das Spiel verläuft über mehrere Runden und in jeder Runde führen die Spieler in 3 Phasen Auktionen durch.

1) Bestimmen der zu versteigernden Karte
Der aktuelle Startspieler wählt eine Karte der Auslage, um die geboten werden soll und legt diese zur Seite gedreht etwas abseits der Auslage. Will er dies nicht entscheiden, passt er und die Entscheidung geht zum nächsten Spieler über, usw., bis eine Karte bestimmt wurde.

2) Bieten oder Passen
Beginnend beim Startspieler, entscheiden die Spieler reihum, ob sie bieten oder passen wollen.
Wer bietet, legt Biet-Marker mit der "?"-Seite nach oben auf die Karten, die er nicht (und das bedeutet hier niemals!) haben will. Der Startspieler muss dabei mindestens einen Marker auf eine Karte legen, alle nachfolgenden Spieler müssen immer einen Marker mehr auf die Karten legen. Dabei darf von jedem Spieler pro Karte nur ein Marker abgelegt werden. D.h., wenn der Startspieler z.B. auf drei Karten jeweils einen Marker gelegt hat, muss der nachfolgende Spieler schon mindestens vier Karten mit Markern belegen - dabei aber durchaus auch schon mit Markern besetzte Karten (jeder bietet nur einmal (indem alle gewünschten Marker auf einmal abgelegt werden)), -, usw.
Möchte ein Spieler nicht auf ausliegende Karten "bieten", kann er auch eine (oder mehrere) Handkarten verdeckt ablegen und auf diese seine Biet-Marker legen, um den vorherigen Spieler zu überbieten.
Da auf die Weise, einige Karten für einige Spieler für immer gesperrt werden, sollte gut überlegt und vorausgedacht werden, worauf "nicht" geboten wird^^.
Wer nicht bieten will, passt einfach.

3) Auktionsauswertung
Haben alle Spieler, bis auf einen, gepasst, wird bestimmt, wer welche Karte(n) erhält.
Der Spieler, der nicht gepasst hat, erhält die anfänglich bestimmte Karte und nimmt sie auf die Hand.
Ausgelegte Handkarten, zur Biethilfe, werden aus dem Spiel genommen und die darauf liegenden Marker zu ihrem Besitzer zurückgegeben.
Karten auf denen von allen Spielern, bis auf einen, Marker liegen, gehen an denjenigen Spieler, der dort keinen Marker abgelegt hatte. Die Marker werden den jeweiligen Besitzern zurückgegeben.
Noch ausliegende Karten mit Markern bleiben liegen und die Marker auf die "X"-Seite gedreht. Nun werden noch evtl. Lücken in der Auslage gefüllt und eine neue Runde beginnt.


Spielende:
Sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist, endet das Spiel.
Es folgt die Wertung, bei der die Spieler für gesammelte Sets à 3 Karten derselben Zahl und unterschiedlicher Farbe 3 Punkte erhalten. Bei solchen Sets mit den Zahlen 7, 8 oder 9 gibt es 6 Punkte, da die Zahlen in den Farben nur jeweils einmal vorkommen, also besonders schwierig zu sammeln sind.
Für Straßen gibt es entsprechend der Kartenzahl Punkte, z.B. 1, 2, 3, 4 und 5 in einer Farbe wären 5 Punkte wert - eine Straße muss aus mindestens 3 Karten bestehen.
Der Spieler mit den meisten Punkten, gewinnt!


Varianten:
Bei 2 Spielern spielt noch ein gedachter Spieler passiv mit. Dieser ist niemals Startspieler, nimmt nicht an Auktionen teil, erhält aber die Karten, die von beiden Spielern verweigert wurden und zählt bei Spielende ebenfalls Punkte mit.


Fazit:
Die Idee der Spielmechanik ist innovativ, fordernd und durchaus spassig. Noch nie hat man auf Karten geboten, die man nicht haben will, um evtl. an Karten zu gelangen, die man irgendwann erhält^^.
Von daher ist das Spiel nennens- und anschaffungswert. Aber, die grauenhafte Anleitung und die zum Titel dezent widersprüchliche und langweilige Aufmachung der Karten stossen einen irgendwie ab.
Hat man einen guten Erklärbär zur Hand und Geduld die Abläufe zu verinnerlichen, kann man hier tatsächlich Spass haben, aber um das Spiel im ganzen zu bewerten, muss auf die Mängel hingewiesen werden.
Schade, da hätte mehr draus gemacht werden können!



weiterführende Hinweise:
- Verlag: GaGa Games
- BGG-Eintrag: https://boardgamegeek.com/boardgame/184 ... ck-colours
- HP: http://www.gaga.ru/game/stick-to-colours/
- Anleitung: englisch, russisch
- Material: sprachneutral
- Fotos: HP/?p=17719
- Online-Variante: -
- Ausgepackt: -

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