„Tippi Toppi – Hoch hinaus!“ – Fazit
Review-Fazit zu „Tippi Toppi – Hoch hinaus!“, einem .

[Infos]
für: 1-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 30min.
Autor: Lars Ehresmann
Illustration: n/a
Verlag: Schmidt Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral
[Download: Anleitung/Übersichten]
dt.: https://www.schmidtspiele.de/details/produkt/tippi-toppi-hoch-hinaus.html
[Fazit]
Ein gemeinsamer Balanceakt auf engstem Raum: ein kooperatives Puzzle, bei dem man ständig jongliert – mit Farben, Zahlen und der stetig wachsenden Höhe des Baukartenstapels. Der Clou, man baut nicht nebeneinander, sondern übereinander. Und genau dort entfaltet das Spiel seinen Reiz.
Auf einem kompakten 3×4-Spielplan, auf den die zweigeteilten Plättchen gelegt werden – immer so, dass sie exakt zwei Felder abdecken, niemals deckungsgleich, und stets sauber aufliegen – wird so lange „gebaut“, bis alle Aufgaben erfüllt wurden. Klingt simpel, doch die Aufgaben, die rechts neben dem Plan offen ausliegen, treiben einen sofort in taktische Grübeleien: „Genau fünf Grün“, „Pink in drei verschiedenen Höhen“, „Kein Lila am Rand“ – jede Bedingung zwingt die Spieler, das entstehende Muster von oben zu lesen, während gleichzeitig die vertikale Struktur im Blick behalten werden muss. Denn manche Aufträge beziehen sich explizit auf Höhenunterschiede, andere ignorieren sie komplett.
Der eigentliche Nervenkitzel entsteht aus der Kombination aus strikter Kommunikation und knappen Ressourcen. Ihr dürft nicht sagen, welche Farben oder Zahlen ihr auf der Hand habt – nur, wo ihr etwas legen könnt oder welche Aufgabe ihr anpeilen wollt. Dadurch wird jeder Zug zu einem kleinen Deduktionsmoment: „Wenn du da etwas legen kannst, könnte das die Zeile retten… oder alles ruinieren.“ Und wenn eine Lücke entsteht, die kein Plättchen abdecken kann, greift ihr zu den Lückenfüllern – schwarzen Jokerfeldern, die nicht nur taktisch helfen, sondern auch neue Aufgaben ins Spiel bringen. Ein cleverer Kniff, der euch manchmal rettet, manchmal aber auch die Siegbedingung in weite Ferne schiebt.
Das Spiel endet, wenn ihr alle Aufgaben erledigt habt und der Nachziehstapel leer ist – oder wenn jemand kein Plättchen mehr sinnvoll platzieren kann. Und genau das passiert schneller, als man denkt. Denn jede Entscheidung baut Druck auf: Je höher der Turm wächst, desto enger wird das Raster, desto präziser müssen eure Platzierungen sitzen.
Wer es härter mag, schaltet die Profi-Variante ein: Dann muss mindestens ein Feld eures Plättchens farblich oder numerisch zum darunterliegenden passen. Das verwandelt das Spiel in ein noch verzahnteres Logikpuzzle, das Timing und Vorausplanung belohnt.
Fazit: „Tippi Toppi – Hoch hinaus!“ ist ein kompaktes, überraschend forderndes Koop-Knobelspiel, das euch permanent zwischen kurzfristiger Schadensbegrenzung und langfristiger Aufgabenplanung pendeln lässt. Es spielt sich flott, fühlt sich aber nie leicht an – eher wie ein gemeinsamer Versuch, ein Kartenhaus zu bauen, während jemand ständig neue Bedingungen ruft. Wer kooperative Denkspiele liebt, die Kommunikation, Timing und räumliches Vorstellungsvermögen verbinden, bekommt hier ein kleines, aber intensives Taktikpaket.
[Note lt. Kompetenz-Team]
von
Punkten.
{gespielt von Babsi, Roswitha, Pascal}
[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/463437/tippi-toppi-hoch-hinaus
HP: https://www.schmidtspiele.de/details/produkt/tippi-toppi-hoch-hinaus.html
Ausgepackt: n/a
[Galerie: 5 Fotos]




