Elemental Clash (plus Erw.) - dt. Prototyp

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Elemental Clash (plus Erw.) - dt. Prototyp

Beitrag von MrSkull » 20.11.2015 01:00

Deckbauspiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren von Andreas Propst.

Die Spieler finden sich in grauer Vorzeit wieder, als magische Zauberkunst noch praktiziert wurde und wetteifern in arkanen Kämpfen um die beste Taktik. Denn wer es schafft dem Gegner im wahrsten Sinne die Zaubersprüche abspenstig zu machen, wird am Ende siegen.


Spielvorbereitung:
Jeder Spieler stellt sich ein Deck aus 40 Karten zusammen, wobei hier keine Karte mehr als dreimal vorkommen darf, abgesehen von den unlimitierten Elementsteinen. Wird mit Zauberwirkern (Helden, Avatare) gespielt, richtet sich die Kartenzahl des Decks nach deren Vorgabe.
Im Begleitheftchen für Anfänger gibt es hierzu einige Tipps und mehrere Deck-Vorschläge aus den verschiedenen Elementbereichen.
Vor der ersten Runde ziehen die Spieler noch 7 Karten von ihrem Deck auf die Hand - bei Nichtgefallen kann er alle Karten zurücklegen, den Stapel neu mischen und wieder Karten ziehen. Bei jeder Wiederholung dieses Prozedere, muss aber immer eine Karte weniger gezogen werden, als zuvor!


Spielziel:
Dem Gegenspieler alle Zauberkarten entziehen!


Spielablauf:
Die Runden verlaufen immer nach dem selben Schema ab und so führen die Spieler auch immer die gleichen Aktionen durch. Nach der Aufräumphase, in der zuvor gespielte Kreaturen-Karten in Defensiv- oder Angriffs-Zonen gelegt und Zauber-Karten ins Archiv abgelegt werden, folgt für den aktiven Spieler die Zieh-Phase, in der er die oberste Karte seines Decks zieht und auf die Hand nimmt.

In der nun folgenden Hauptphase führt der aktive Spieler seine geplanten Aktionen in beliebiger Reihenfolge durch.
Karten werden dabei in die jeweiligen "Zonen" vor dem Spieler ausgelegt. Etabliert haben sich dabei als oberste Reihe die Angriffszone, darunter die Verteidigungszone und darunter die Reihe für die Elementsteine. Rechts der Reihen untereinander das Ablagefeld für besiegte Kreaturen, das Zauberbuch (Deck) und das Archiv.

Elementsteine werden zu Anfang immer zuerst ausgespielt werden, da deren Energie zum Beschwören von Kreaturen und Ausführen von Zaubern benötigt wird - die Elementsteine gibt es dabei in den vier Typen Erde (grün), Luft (lila), Feuer (rot) und Wasser (blau). Je nachdem welche Kreaturen- oder Zauberart genutzt werden will, müssen von der "richtigen" Energie entsprechend viele Karten (Elementsteine) ausliegen.
Dabei wird immer nur der "unterste farbige Stein" beachtet, denn dieser gibt vor, zu welcher Energiesorte der ganze Stapel gehört.
Elementsteine werden also auf einem Stapel (hier leicht versetzt übereinander) gesammelt und/oder in mehreren Stapeln, um verschiedenen Energien gerecht zu werden.

Werden Kreaturen oder Zauber ausgespielt, legt der Spieler sie zunächst auf einen passenden Elementstein"stapel" und erst in der Aufräum-Phase in die jeweiligen Zonen bzw. ins Archiv. Es können dabei beliebig viele Karten ausgespielt werden, solange sie "bezahlt" werden können - die Karten haben alle einen Level von 1-3 und entsprechend viel Energie verlangen sie für die "Beschwörung".

In der Angriffszone liegend, können Kreaturen dann auch gegnerische Kreaturen oder den Gegenspieler angreifen, dazu wird ihr Angriffswert herangezogen. Werden sie selbst angegriffen bzw. liegen sie in der Verteidigungszone aus, zählt natürlich ihr Verteidigungswert. Darüber hinaus besitzen viele Kreaturen auch Sonderfähigkeiten bzw. können Effekte auslösen, die es zum taktisch richtigen Zeitpunkt zu nutzen gilt.

Bei den Zaubern wird noch zwischen normalen Zaubern, die nur in der Haupt-Phase genutzt werden können und i.d.R. bis zum Zugende anhalten sowie Blitzzaubern, die jederzeit gespielt werden können und Permanentzaubern, die zwar auch nur in der Haupt-Phase gespielt werden können, aber über das Zugende hinaus anhalten - dabei aber auch den betreffenden Elementsteinstapel blockieren -, unterschieden.

Schliesslich folgt die Endphase, bei der zuerst die evtl. Effekte "bis zum Zugende" auslaufen und dann der Spieler seine Handkartenzahl (7) kontrolliert und evtl. auf das mögliche Limit reduziert. Es folgt der Zug des nächsten Spielers.


Spielende:
Sobald ein Spieler keine Karten mehr nachziehen kann, da sein Zauberbuch aufgebraucht ist, endet das Spiel mit diesem als Verlierer.


Varianten:
"Legendary Legacy"; in dieser, mit reichlich neuen Karten versehenen, Erweiterung gibt es als neue Kartenart das "Unikum". Eine solche Karte darf sich nur einmal in einem Zauberdeck befinden und einmal ausgespielt, darf sie von keinem anderen noch einmal ausgespielt werden!
Zudem gibt es als Sonderfähigkeit nun die "Immunität (X)", die eine Kreatur gegen ein Element immun werden läßt und Schaden aus dieser Quelle wird ignoriert.
Als neuen Zauber gibt es den Ausrüstungszauber, der in der Aufräum-Phase an eine Kreatur (auch eine gegnerische) gelegt und ihr so zugeteilt wird. Ausrüstungen dürfen in den Aufräum-Phasen beliebig erneut verteilt werden.
Und als neue Kreatur gibt es schliesslich noch die vertrauten Geister, welche in der Aufräum-Phase ähnlich den Ausrüstungen an eine Kreatur "gehängt" werden können, wenn sie der entsprechenden Klasse zuzuordnen ist und ihnen so gewisse Boni einbringt.

Verstärkungspack "Transformationen"; mit diesem zusätzlichen Kartendeck von 51 neuen, "transformierten" Karten, lassen sich, durch entsprechendes Regelwerk, Kreaturen verändern und verstärken.


Fazit:
"EC" ist ein alt eingesessenes und mit breiter Fanbasis gesegnetes Karten-Deckbauspiel, das nun endlich eine Eindeutschung erfahren soll. Der zu diesen Zwecken vorliegende Prototyp (plus Erw.), kann spielerisch die geneigten Genre-Liebhaber durchaus überzeugen, an den Texten muss aber noch einiges gefeilt werden, damit diese zugänglicher werden.
Die Spielmechanik folgt zwar strikten Vorgaben, aber es gibt so viele Möglichkeiten und Varianten zu beachten und zu bedenken, dass man sich leicht in den Wirren zwischen den Zeilen verlieren kann.
Dies sollte aber mit Hilfe der Fangemeinde (u.a. durch die Spieleschmiede) und Wohlwollen des Autors gelingen.

Hervorzuheben sind allemal die Grafiken der Karten, denn diese, von verschiedenen Künstlern, entworfenen Kunstwerke sind größtenteils echte Hingucker!
Insgesamt ein Deckbauspiel für Vielspieler und Kartenveteranen mit optischem Schwerpunkt und demnächst hoffentlich ausführlichem und durchweg verständlichem Regelwerk und Erratas/F.A.Q.s^^.




weiterführende Hinweise:
- Verlag: Propane Games, LLC (A.P. Games)
- BGG-Eintrag: https://boardgamegeek.com/boardgame/135 ... master-set
- HP: https://www.facebook.com/propanegaming
- Anleitung: deutsch
- Material: deutsch
- Fotos: HP/?p=15353
- Online-Variante: -
- Ausgepackt: -

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