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„The Arrival“ – Fazit

Review-Fazit zu „The Arrival“, einem Fantasy-Strategiespiel.

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[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 75-90min.
Autor: Martin Wallace
Illustration: Robert Altbauer, John Ariosa und Rica Bünning
Verlag: Game’s Up
Anleitung: deutsch, englisch
Material: sprachneutral (Übersichtskarten/Startspielerkarte: deutsch, englisch)

[Download: Anleitung]
dt., engl., russ.: https://boardgamegeek.com/boardgame/204675/arrival/files

[Fazit]
In „The Arrival“ setzen die Spieler Fuß auf die „grüne Insel“ Erin, die viele Jahrhunderte später als „Irland“ bekannt sein wird, und begegnen dort König Balor, der mit seinen Anhängern, den Fomori, die Insel unter seiner Herrschaft hält. Die Spieler versuchen sich ihrerseits nun die Ländereien anzueignen und bekämpfen dabei nicht nur die dämonischen Fomori, sondern auch ihre Mitstreiter, denn schliesslich gilt es selbst die Vormachtstellung zu erhalten.

In relativ wenigen Runden (spätestens nach der 6. Runde ist Schluss!) müssen die Spieler dies bewerkstelligen und mitunter auch zusammenarbeiten, um eine Chance gegen die Übermacht der Fomori zu haben, denn wenn diese am Ende über mehr eroberte Orte verfügen, als die Spieler, haben die Spieler automatisch verloren!
Dabei sind die Fomori von sich aus gar nicht aktiv, sondern werden durch die Spieler gesteuert. Dies ist eine der sehr interessanten Spielmechaniken von „The Arrival“. Die Spieler wählen zu Beginn jeder Runde abwechselnd Rohstoffkarten, die sie verdeckt ablegen und erst nach und nach aufdecken, um sich dann für je eine der vorgegebenen Einkommensarten zu entscheiden (jede Karte zeigt drei Reihen an möglichen Einkommen, zwei werden bis zum Einkommensabschluss gesperrt). Dabei wissen sie zunächst nicht, was die nachfolgenden Karten offerieren, da diese erst nach der ersten Auswahl aufgedeckt werden.
Dies ist sehr spannend, da bis zum Schluss dieser Phase niemand genau weiss, was genau die gewählte Einkommensreihe nun alles einbringen wird.
Mögliche Einkommen sind dabei Bauscheiben (zur Befestigung/Eroberung weiterer Orte), Schwerter (zum Einsatz gegen Fomori), Schilde (um Orte zu schützen), Taktikplättchen (erlauben dem Spieler bestimmte zusätzliche Aktionsmöglichkeiten) oder eben Fomori (Einheitenplättchen), die, wenn gewollt, auf benachbarte Orte (von ihren Startgebieten ausgehend) gesetzt werden, bis sie einen Mitspieler erreichen und dessen Ort angreifen und erobern.
Der Haken dabei ist, dass der Einsatz von Fomori den Spieler korrumpiert und so sein Marker auf der Korruptionsleiste vorgerückt wird und je nach Spielerzahl, darf nur ein bestimmter Korruptionswert erreicht werden, bevor das Spiel endet, da der Spieler total verdorben wurde. Zudem sollten die eroberten Orte der Spieler in der Mehrheit bleiben (s. Endbedingung)!
Dies ist ziemlich raffiniert, stellt es doch die einzige Möglichkeit dar die Mitspieler anzugreifen. Also gilt es laufend abzuwägen, wie weit man diese Taktik treiben kann, bevor es zu gefährlich wird.

Möchte man nicht forsch die Gegner angehen, bleibt die Ausbreitung in entgegengesetzter Richtung, die Insel ist groß – allerdings sollten dann die Orte gut geschützt werden (Schilde, Befestigungen (bis zu 3 Bauscheiben können aufeinandergelegt werden und erhöhen damit die nötige Wertigkeit der Angriffsstärke gegen sich)). Weiterhin ist der geschickte Einsatz der Taktikplättchen (z.B. Korruptionspunkte senken oder Bauscheiben vertauschen) gefragt und genügend Schwerter zu haben – aber Vorsicht, man kann nur insgesamt 3 „Rohstoffe“ mit in die jeweils nächste Runden nehmen -, um im eigenen Zug auch einmal die Fomori zurück zu schlagen, immerhin gibt es hierfür auch Belohnungen, in Form von Ruhmespunkten. Diese entscheiden nämlich am Ende über den Sieger, wenn die Fomori nicht automatisch durch Korruption gewinnen und die Spieler nicht überrannt haben (mehr Orte besetzt halten).

Viele Testrunden wurden gespielt und noch immer hat das Spiel seinen Reiz nicht verloren, da sich jede Partie anders spielt. Die verschiedenen Vorgehensmöglichkeiten (allein schon durch die abwechslungsreichen Taktikplättchen) erlauben immer wieder spannende Runden und bis das Spiel (also König Balor) einmal wirklich besiegt ist, vergehen einige Spielstunden. Dennoch prädestiniert sich das Spiel auch für Erweiterungen mit neuen Einheiten, Karten, etc.^^!
Material und Gestaltung sind recht düster, aber wertig und passen hervorragend zur Atmosphäre der Spielgeschichte und die gut geschriebene Anleitung legt den Spielern auch keinerlei Hürden in den Weg, so dass relativ zügig begonnen werden kann.

Die ewige Qual der Wahl, welches Einkommen man pro Runde (unwissentlich^^) bevorzugt, die – trotz der ca. 80min. pro Partie – schnellen Rundenabläufe und die gut durchdachte Spielmechanik bzw. deren Ausgeglichenheit machen „The Arrival“ zu einem fordernden Spiel…..es fordert den Interessenten es zu kaufen! 🙂

[Note]
6 von 6 Punkten.

 
[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/204675/arrival
HP: http://games-up.de/spiele.html
Ausgepackt: n/a

[Galerie]

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