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„Easy Peasy“ – Fazit

Review-Fazit zu „Easy Peasy“, einem schicken Kartenspiel.

[Infos]
für: 2-6 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15min.
Autoren: Thomas Favrelière und Simon Moulard
Illustration: n/a
Verlag: DENKriesen
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung/Übersichten]
n/a

[Fazit]
„Easy Peasy“ ist genau das, was der Titel verspricht. Ein flotter, frecher Kartenrausch, der sich nicht lange mit Kleinkram aufhält und trotzdem genug Gemeinheiten im Gepäck hat, um jede Runde in ein kleines Chaosfest zu verwandeln. Im Kern ist es ein klassisches Ablagespiel, aber mit einem Twist, der es deutlich würziger macht. Man spielt nicht nur Karten herunter, man jongliert gleichzeitig mit Farben, Richtungen und Bonusaktionen, die man clever aneinanderketten kann. Genau dieses „Schlau-Sein-Wollen“ sorgt dann aber auch für die schönsten Schadenfreude-Momente^^.

Der Ablauf ist herrlich simpel. Im eigenen Zug legt man eine Karte auf einen von zwei Ablagestapeln – und zwar entweder von der Hand oder von den zwei vor einen ebenfalls ausliegenden kleinen Kartenstapeln (je eine verdeckt und eine offen oben drauf). Das klingt banal – bis man merkt, dass Bonusaktionen erlauben, gleich mehrere Karten hintereinander rauszufeuern. Oder dass man den Mitspielern das Leben schwer machen kann, indem man die Farbe wechselt oder die Ablagerichtung dreht (Karten aufsteigend oder absteigend ablegen). Das Spiel lebt davon, dass man versucht, die Kartenhand möglichst schnell zu leeren, aber gleichzeitig im richtigen Moment die Runde zu beenden. Denn, man will ja am Ende die wenigsten Punkte haben. Blöd nur, dass manche Karten verdeckt bleiben könnten und vielleicht hohe Werte besitzen – man weißt also nicht immer, ob dman wirklich so gut dasteht, wie geglaubt. Dieses kleine Risiko, dieser Moment des „Wag ich’s? Oder lieber nicht?“ macht „EP“ überraschend spannend.

Das Spielgefühl ist leichtfüßig, schnell und ein bisschen fies – genau die Art von Kartenspiel, die in Familienrunden genauso funktioniert wie als Warm-up im Freundeskreis. Die Regeln sind sofort verstanden, aber die Dynamik am Tisch sorgt dafür, dass jede Partie anders verläuft. Und weil die Kartenaktionen so schön ineinandergreifen, entsteht ein angenehmer Flow, der einen immer wieder dazu verleitet, noch ein bisschen mutiger zu spielen, als man eigentlich sollte^^.

„Easy Peasy“ ist kein tiefes Strategiespiel, aber ein wunderbar spritziges, taktisch angehauchtes Ärgerspiel, das genau weiß, was es sein will: schnell, frech, zugänglich – und definitiv nix für Erbsenzähler.

[Note lt. Kompetenz-Team]
5 von 6 Punkten.
{gespielt von Babsi, Roswitha, Pascal}

[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/466637/easy-peasy-nix-fur-erbsenzahler
HP: n/a
Ausgepackt: n/a

[Galerie: 9 Fotos]

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