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„Badass Bunnies“ – Fazit

Review-Fazit zu „Badass Bunnies“, einem schräg-chaotischen Kartenspiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 20min.
Autor: Sjoerd Yska
Illustration: Tom De Letter
Verlag: Amigo Spiele
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral

[Download: Anleitung/Übersichten]
dt.: https://www.amigo-spiele.de/kartenspiele/badass-bunnies_2659_1270 (s. Downloads)

[Fazit]
„BB“ präsentiert sich als leicht chaotisches Deckbuilding‑Kartenspiel, das mit seiner farbenfrohen Optik und den witzigen Kaninchenmotiven sofort ins Auge fällt. Hinter der verspielten Fassade steckt ein Mechanismus aus Risiko, Timing und stetigem Kartenausbau, der allerdings nicht immer klar strukturiert wirkt und dadurch gelegentlich Verwirrung erzeugt. Die Karten sind hübsch gestaltet, doch die Abläufe verlangen Aufmerksamkeit, weil mehrere Effekte ineinandergreifen und Fehlinterpretationen schnell passieren können.

Zu Beginn erhält jede Person ein identisches Startdeck aus Karotten, verfressenen Kaninchen und fiesen Füchsen. Dieses Deck wird zu jedem eigenen Zug neu gemischt, bevor eine Karte nach der anderen aufgedeckt und in einer Reihe ausgelegt wird. Jede aufgedeckte Karotte erhöht den Kaufwert, jedes Kaninchen bringt die Spieler einen Schritt näher zum Spielsieg und ein einzelner Fuchs ist zunächst harmlos. Die zentrale Entscheidung besteht darin, nach jeder Karte abzuwägen, ob weiter aufgedeckt oder gestoppt wird. Das Risiko steigt mit jeder Karte, denn ein zweiter Fuchs beendet den Zug sofort und verhindert sämtliche Aktionen sowie den Einkauf neuer Karten.

Wer rechtzeitig stoppt, darf die gesammelten Karottenwerte nutzen, um neue Karten aus der gemeinsamen Auslage zu kaufen. Diese erweitern das eigene Deck und ermöglichen stärkere Effekte. „Kaninchenspäher“ erlauben einen Blick auf die nächste Karte, „Kaninchen mit Knarre“ neutralisieren einen Fuchs, „klauende Kaninchen“ stehlen Karten von anderen und „verliebte Kaninchen“ bringen zusätzliche „Babykaninchen“ ins Deck. Diese Fähigkeiten sollen das Deck schrittweise verbessern, doch die Vielzahl an Sonderregeln kann den Spielfluss bremsen.

Besonders die Füchse sorgen für Unruhe. Ein zweiter aufgedeckter Fuchs stoppt den Zug sofort und verwehrt alle Vorteile. Zusätzlich erhält man einen schlafenden Fuchs, der offen vor einem abgelegt wird. Wer zwei davon sammelt, muss sie zurückgeben und einer anderen Person einen Fuchs ins Deck legen. Sind keine Füchse mehr verfügbar, steigt die Schwelle auf drei schlafende Füchse. Diese Mechanik soll Interaktion und Ärgerfaktor erzeugen, wirkt aber mitunter sperrig und sorgt für zusätzliche Regeldetails, die leicht übersehen werden.

Das Spiel endet, sobald jemand zehn Kaninchen in einem Zug aufdeckt. Die laufende Runde wird noch zu Ende gespielt, und wer dann die meisten Kaninchen vorweisen kann, gewinnt. Dieser Abschluss belohnt mutiges Risiko, kann aber auch abrupt eintreten, wenn ein Deck stark genug geworden ist.

„BB“ kombiniert Push‑your‑Luck mit Deckbuilding und einer Prise Ärgermechanik. Die Idee ist charmant, die Illustrationen sind ansprechend und das Grundprinzip ist bald verstanden. Gleichzeitig wirken einige Abläufe unnötig komplex, insbesondere die Handhabung der Füchse und die Vielzahl kleiner Sonderregeln. Dadurch entsteht ein Spielgefühl, das zwischen lustigem Chaos und regeltechnischer Unsicherheit schwankt. Wer unkomplizierte Kartenspiele bevorzugt, könnte sich an den verwirrenden Momenten stören, während Fans von chaotischen Deckbuilding‑Experimenten durchaus ihren Spaß finden können.

[Note lt. Kompetenz-Team]
4 von 6 Punkten.
{gespielt von Babsi, Roswitha, Pascal}

[Links]
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/452002/badass-bunnies
HP: https://www.amigo-spiele.de/kartenspiele/badass-bunnies_2659_1270
Ausgepackt: n/a

[Galerie: 4 Fotos]

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