Review: „Act of Aggression (PC)“

Die internationale Geheimorganisation des Kartells steuert, in einer Zukunftsvision, die USA auf einen neuen Bürgerkrieg hin und nur die Chimera-Organisation (Elitetruppen der UN), teils mit Hilfe der US-Armee, kann sich dem entgegenstellen und in insgesamt 15 Missionen versuchen diese zu schlagen.
Dies ist an sich schon alles an Story-Information und selbst diese wird man sich selbst zurechtbiegen müssen, denn wirklich viel erfährt man vom und im Spiel nicht.
Die Mission-Briefings sind karg animierte Bildchen mit Text und Sprachausgabe und gelegentlich gibt es Nachrichten(TV)sequenzen zu bestaunen.
Ein Tutorial fehlt völlig und so muss man sich auch Bedienung und Einheiten-Attribute selbst erarbeiten bzw. erlernen.

So weit, so schade. Als einer der sehr wenigen Vertreter des RTS-Genres und Hoffnungsträger des Command&Conquer-Erbes, hätte es hier mehr sein dürfen!
Das Spiel selbst entfaltet sich dann zunächst mit seinen enorm vielen Einheiten als sehr fordernd und auch die Verwaltung der Ressourcen, zwecks Basen-Aufbaus und Einheitenrekrutierung, ist nicht von einfacher Kost.
Wer sich aber hineinfuchst und gerne schrittweise die Karten erkundet (gucken-speichern-gucken-speichern-tot-laden-gucken-speichern-……), wird mit der Hauptkampagne (10 Missionen) relativ zufrieden sein und mit durchaus abwechslungsreichen Aufgaben betraut werden – VIPs begleiten, Gebäude stürmen, etc.

Mehr erlebt der Veteran alter Strategie-Spiele dann im Skirmish-Modus und im Multiplay-Part von „AoA“! Dort stößt man auf eine sehr fähige KI und zufallsverteilte Ressourcen sowie leckerer Kartenabwechslung für den Kampf gegen menschliche Gegner.

Darbietung und generelle Optik sind modern genug, um zu gefallen, die Modelle sind allesamt sehr detailliert und der Zoom reicht bis zur Nickelbrille des Gefreiten heran^^.
Musik- und Soundkulisse sind gefällig, die Steuerung auf Dauer erlernbar intuitiv und die Vielfalt der Karten ist im Rahmen in Ordnung, die der Einheiten aber riesig und spürbar unterschiedlich bei den 3 Fraktionen.

Insgesamt bietet „AoA“ erfahrenen Spielern und Liebhabern des Genres feine, neue Kost zur Überbrückung, bis mal hoffentlich wieder ein richtiges C&C (mit WiC-Anleihen^^) auf den Markt kommt!

Erwähnt werden sollte aber noch unbedingt die Mühe der Entwickler, nach vielem (erneuten) Feedback, eine Reboot-Edition (kostenlos für alle „AoA“-Besitzer!) herausgebracht zu haben, die zwar den Singleplayer immer noch allein läßt, sich aber für den Mehrspielerteil ordentlich ins Zeug gelegt und vieles ergänzt bzw. korrigiert hat – z.B. statt drei Ressourcen nur noch eine (Öl) und diese sind nun doch wieder fest auf den Karten platziert und auch die Balance der Einheiten hat sich spürbar geändert!
Dank der Reboot-Edition erfährt „AoA“ eine Aufwertung nicht nur spielerisch, sondern auch in der Note.

 
Wertung:
Spielspaß: 4 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC
USK: 12
Publisher: Deep Silver

 

Screenshots:

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