Review: „Zombie Vikings – Ragnarök Edition (PS4)“

Holy Möther Fafnir! Das Spiel hat es in sich :)….

Zunächst zum geschichtlichen Hintergrund: Loki hat Göttervater Odin das letzte Auge geklaut und sich damit, Schelm wie er ist, aus dem Staub gemacht. Nun komplett blind, kann Odin selbst nicht viel ausrichten, aber seine Schergen, allen voran Göttersohn Thor, sind mit rauschenden Festen viel zu beschäftigt, als sich darum zu kümmern. Also beschliesst Odin, in seiner Verzweifelung, die vier stärksten, verstorbenen, Wikingerhelden wieder auferstehen zu lassen.
Kurzum, nach kleiner Zauberei, stehen nun 4 Zombie-Wikinger tatkräftig bereit und sollen sich ins Abenteuer stürzen, das Auge des Königs wieder zu beschaffen.


Das Spiel stellt sich uns dann als Side-Scroller mit 3D-Bewegungen dar, d.h., man spielt die ganze Zeit von links nach rechts, kann sich aber auch mal in die Tiefe bewegen, um Gegnern auszuweichen, etc.
Die grafische Darstellung ist dann auch ein echter Hingucker, so bietet sich hier zwar keine Unreal 4 Engine, aber bei so derben Zeichnungen braucht das Spiel auch keine Hype-Gimmicks^^. Die Heldenfiguren sind so detailliert schräg gestaltet, da kann man gar nicht mehr weggucken! Die Gegnerhorden kommen ebenso „abartig“ daher^^, allerdings fällt es bei den vielen, sehr kleinen Monstren schwer, sie genau zu erkennen und die ganz Großen sind teilweise etwas matschig – damit ist nicht ein Pixelbrei oder eine schwache Auflösung gemeint, sondern tatsächlich die Zeichnung des Monsters *G*, ein Tohuwabohu von Leichenteilen.
Aber nicht bei allen muss man fairerweise dazu sagen^^, viele sind dann doch auch deutlich als das zu erkennen, was sie sein wollen, Berserkerhafte Muskelklopse, Holzpferdberittene Ritter, elektrifizierte Langnasen, u.v.a.! Die Boss-Monster, immer wirklich passend zum Abschnitt der fortlaufenden Geschichte, sind dann nochmal so groß, naja, meistens, es gibt auch einen sehr schrulligen Wurm^^, und bieten sehr unterschiedliche Kampfweisen.

Überhaupt kommt man nicht immer mit bloßen Gehacke vorwärts, auch wenn das Spiel durchaus als Hack’n’Slay durchgeht. Die Gegner verhalten sich größtenteils relativ schlau und es gilt laufend auszuweichen und die Heldenfähigkeiten fleissig einzusetzen. „Kraah Kraah“ kann z.B., ganz krähenhaft, einen Sturzflug auf ihre Gegner vollführen, wenn dazu selbige Fähigkeit durch langes Knopfdrücken aufgeladen (und das Ziel per Cursor gewählt, nicht vergessen^^) wird.
Schade ist dabei, dass viele Funktionen selbst herausgefunden werden wollen, denn Hinweise oder so etwas wie ein Tutorial gibt es keine oder erst recht spät im Spiel, wenn man durch „Herumprobieren“ (oft aus der Not heraus^^), eh schon zwangsläufig weiss, wie es geht – da wären frühzeitigere Textschildhinweise nett gewesen.

Story und Handlungsablauf halten sich konsequent an die abstruse Eingangserzählung und sorgen immer wieder für Lacher und Schmunzler, sowie für manches WTF?!^^. Dazu tragen auch die vielen gesprochenen Texte bei, die super vertont wurden und so hat jeder „Charakter“ auch einen markanten und vor allem passenden Sprecher erhalten. Die Untertitelungen lassen sich dabei auf „deutsch“ einstellen. Soundkulisse und Musikuntermalung sind jeweils situativ angepasst und ergänzen den Spieleindruck positiv.


Neben „Kraah Kraah“ (im Original ‚Caw-kaa‘) stehen noch Gunborg, Seagurd und Hedgy zur Verfügung. Allesamt ihrerseits genau so herrlich anzuschauen und absonderlich im Gemüt^^. Das kooperative Gameplay (on- wie offline) macht dann nochmal so viel Spaß und bietet auch viel taktischen Finesse, da jeder Held mit ganz speziellen, eigenen Fähigkeiten daherkommt. Und wenn das Team es gerne genau wissen will, können sich die Spieler auch zu einem Über-Zombie zusammennähen *GGGG*. In extra dafür eingerichteten Arenen dürfen sich die Spieler auch, ganz konträr zum Koop-Gedanken, gegenseitig auf die untote Mütze geben :)!

Schick sind auch die vielen freischaltbaren Waffen (Katze am Stock, Haifischschwert, Stinktierklinge, u.v.m.^^) im Laufe der 25 Level und darüber hinaus gibt es auch noch reichlich Runen für den einzelnen Heldengebrauch, wie auch für die bessere Gruppeneffektivität, zum Ausrüsten gegen Bares – noch mehr Geld und auch bestimmte Waffen gibt es durch Nebenaufgaben, die oft abseits des geraden Weges zu finden sind (s. 3D-Bewegungen^^).


Mehr wird hier nicht verraten, denn die Geschichte entwickelt sich teilweise überraschend und deckt so manch Unglaubliches auf – naja, zumindest für die Heldenfiguren^^. So darf nach mehreren Stunden Spielspaß genau dieser attestiert und das Spiel, gerade als Nicht-Vollpreis-Titel, wärmstens empfohlen werden!
Btw., die Ragnarök Edition für PlayStation 4 enthält fünf zusätzlichen Arenen, zwei weitere spielbare Charaktere sowie ein digitales Artbook.

 
Wertung:
Spielspaß: 6 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PS4
USK: 12
Publisher: Rising Star Games

 

Screenshots:

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