{"id":33634,"date":"2024-03-11T17:06:00","date_gmt":"2024-03-11T15:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heimspiele.info\/HP\/?p=33634"},"modified":"2024-03-11T17:06:00","modified_gmt":"2024-03-11T15:06:00","slug":"200-jahre-spielfreude-piatnik-feiert-ein-aussergewoehnliches-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heimspiele.info\/?p=33634","title":{"rendered":"200 Jahre Spielfreude &#8211; Piatnik feiert ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zum Jubil\u00e4um der Wiener Spielkartenfabrik Ferd. Piatnik &#038; S\u00f6hne 200 Jahre Spielfreude<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Beim Spielen vergisst man die Zeit \u2013 und schon sind zwei Jahrhunderte vergangen! 2024 feiert die traditionsreiche \u201eWiener Spielkartenfabrik Ferd. Piatnik &#038; S\u00f6hne\u201c ihr 200-j\u00e4hriges Bestehen. Eine Erfolgsgeschichte, eng verkn\u00fcpft mit den historischen Entwicklungen in Mitteleuropa und erf\u00fcllt von der Leidenschaft f\u00fcr gute Spiele. Am Anfang war ein Ass. Es gr\u00fcndete eine Spielkartenmalerei im Kaiserreich und traf mit seinem Unterhaltungsangebot den Nerv der Zeit. Das Familienunternehmen hatte von Beginn an gute Karten und ist 200 Jahre sp\u00e4ter ein moderner Spieleverlag mit internationalem Renommee, der von Wien mittlerweile in die ganze Welt ausliefert. Mit den drei S\u00e4ulen Spielkarten, Gesellschaftsspiele und Puzzles geht Piatnik, in 6. Generation immer noch im Familienbesitz, in die Zukunft und will weiterhin Menschen durch Spiel und Spa\u00df zusammenbringen und immer neue Generationen am Spieltisch begeistern.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heimspiele.info\/HP\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/piatnik1.jpg\" alt=\"\" \/><\/center><\/p>\n<p><strong>1824 &#8211; Wie alles begann<\/strong><br \/>\nWenn leidenschaftliche Kartenspieler auf ein gutes Blatt hoffen, rufen sie in \u00d6sterreich eine besondere Schutzgottheit an: \u201eHeiliger Piatnik, schau oba!\u201c Kein Wunder, denn der Unternehmensname ist untrennbar mit buchst\u00e4blich ausgezeichneten, anfangs handbemalten, Spielkarten verbunden. Die Firmengeschichte von Piatnik beginnt am 14. Mai 1824 mit der Gr\u00fcndung einer Kartenmalerei in Neubau bei Wien durch Anton Moser. Nach dessen Tod verliebte sich der dort besch\u00e4ftigte Kartenmaler-Geselle Ferdinand Piatnik in die Moser-Witwe und machte seiner Herz-Dame einen Antrag. 1843 \u00fcbernahm er mit ihr gemeinsam den Betrieb. Piatniks Einfallsreichtum, gepaart mit handwerklichem K\u00f6nnen und einer ausgepr\u00e4gten Gesch\u00e4ftst\u00fcchtigkeit f\u00fchrten den aufstrebenden Unternehmer zum Erfolg. Gem\u00e4\u00df seiner Maxime, sich nicht auf Gl\u00fcck zu verlassen, sondern mit Mut und Plan die Dinge anzupacken, entwickelte Ferdinand Piatnik mit seinen drei S\u00f6hnen, die im Lauf der Jahre ebenfalls ins Unternehmen einstiegen, zahlreiche bis heute noch bekannte Spielkartenmotive. Darunter die beliebten \u201eDoppeldeutschen\u201c mit gedreht zueinanderstehenden Halbfiguren aus Schillers \u201eWilhelm Tell\u201c, das \u00f6sterreichische Tarockblatt sowie viele Joker- und Rummy-Karten. Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Kunstfertigkeit der Produkte wurde auf den Weltausstellungen in Wien (1873) und Paris (1878) mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Weit \u00fcber die damalige Donaumonarchie hinaus \u2013 auch in Monte Carlo, der Mongolei oder auf Hawaii \u2013 waren Spielkarten von Piatnik begehrt und aufgrund ihrer stabilen Ausf\u00fchrung hochgesch\u00e4tzt. <\/p>\n<p><strong>1891 &#8211; Wegweisende Neuerungen<\/strong><br \/>\nNeben der Leidenschaft f\u00fcr Spielkarten begeisterten sich mehrere Mitglieder der Familie Piatnik auch f\u00fcr Pferderennen. Diese Faszination trug so weit, dass das 1891 entwickelte Piatnik Firmenlogo einen Jockey hoch zu Ross zeigt &#8211; bis heute Markenzeichen des Wiener Traditionsverlags.<br \/>\nEine weitaus gr\u00f6\u00dfere Investition hat ebenfalls bis heute Bestand: der neugebaute Unternehmenssitz in der Wiener H\u00fctteldorfer Stra\u00dfe. Seit 1891 sind hier Produktion und Verwaltung untergebracht. Mehrfach erweitert und modernisiert ist das Headquarter in Wien mit lichtdurchfluteten Produktionshallen, State-of-the-Art Technik und modernen B\u00fcros heute Arbeitsplatz f\u00fcr rund 100 Mitarbeiter. Genau wie in den Anfangszeiten wird auch heute noch ein Gro\u00dfteil des umfangreichen Sortiments in Wien produziert. Das moderne runde Unternehmenslogo leuchtet in den Farben der Stadt Wien, rot und wei\u00df, als ein Bekenntnis zur Verlagstradition und zur eigenen Produktionsst\u00e4tte im Herzen Europas.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heimspiele.info\/HP\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/piatnik2.jpg\" alt=\"\" \/><\/center><\/p>\n<p><strong>Auf dem Weg zum modernen Spieleverlag<\/strong><br \/>\nMit dem Bau neuer Produktionsst\u00e4tten und den \u00dcbernahmen anderer Spielkartenfabriken auch in Prag und Budapest sowie einer Papierm\u00fchle hatte das Wiener Familienunternehmen im harten Konkurrenzkampf h\u00e4ufig ein Ass im \u00c4rmel. Allerdings verlor Piatnik im Zuge der beiden Weltkriege alle Fabriken au\u00dferhalb \u00d6sterreichs. Seit dem Tod von Ferdinand Piatnik (1885) f\u00fchrten seine S\u00f6hne den Betrieb fort. Mit der Konzentration auf den Ausbau einer starken Exportquote, u.a. nach Skandinavien, Nordafrika und die USA, sowie der Umstellung der Produktion auf moderne Druckverfahren, brachte sich das Unternehmen, wieder zur\u00fcck auf die Erfolgsspur. Seit 1939 wird es unter dem noch heute g\u00fcltigen Namen \u201eWiener Spielkartenfabrik Ferd. Piatnik &#038; S\u00f6hne\u201c gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Let\u2019s Play Piatnik<\/strong><br \/>\nRichtungsweisend war die Erweiterung der Produktpalette um klassische Brettspiele (1956) und detailsch\u00f6ne Puzzles (1966). Es folgten eigene Entwicklungen von Brett- und Gesellschaftsspielen. Die international bekanntesten: \u201eActivity\u201c und \u201eTick Tack Bumm\u201c. Beide gelten l\u00e4ngst als Klassiker unter den Partyspielen. 2020 wird mit \u201eSpeedy Roll\u201c erstmals ein Piatnik-Spiel mit dem begehrten Jurypreis \u201eKinderspiel des Jahres\u201c ausgezeichnet. In j\u00fcngster Zeit mischt sich das revolution\u00e4re Quizspiel \u201eSmart 10\u201c in die Reihe der erfolgreichen Piatnik-Bestseller. Der Aufbau eines erfolgreichen Lizenzgesch\u00e4fts und ein immer weiter wachsender Spieleexport, der zur Gr\u00fcndung der Vertriebst\u00f6chter in M\u00f6nchengladbach, Prag und Budapest f\u00fchrt, setzt strategische Ma\u00dfst\u00e4be im 21. Jahrhundert. Heute z\u00e4hlt Piatnik zu den gr\u00f6\u00dften Brettspiele- und Spielkartenverlagen Europas und ist die Nummer eins in \u00d6sterreich. <\/p>\n<p><strong>Von Wien aus in die Welt &#8211; aber nachhaltig!<\/strong><br \/>\nNachhaltigkeit ist Trumpf. Mit dem Einsatz von FSC-zertifizierten Materialien, dem fast ausschlie\u00dflichen Einsatz von Rohstoffen europ\u00e4ischen Ursprungs und der unternehmenseigenen Produktion in Wien, legt Piatnik f\u00fcr sich selbst die Messlatte hoch. 100 % \u00d6kostrom sowie die Implementierung eines \u201e\u00d6koprofit\u201c-Programms zur Abfallvermeidung am Standort verkleinert den CO2-Fu\u00dfabdruck des Traditionsunternehmens. Ein Weg, der konsequent fortgesetzt werden soll, damit sich Spiele- und Spielkartenfans auf die n\u00e4chsten \u201e200 Jahre Spielfreude made in Vienna\u201c freuen k\u00f6nnen (\u201eHeiliger Piatnik, schau oba!\u201c).&#8220;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Jubil\u00e4um der Wiener Spielkartenfabrik Ferd. 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