{"id":23742,"date":"2017-05-18T18:14:43","date_gmt":"2017-05-18T16:14:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heimspiele.info\/HP\/?p=23742"},"modified":"2017-05-18T18:16:09","modified_gmt":"2017-05-18T16:16:09","slug":"23742","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heimspiele.info\/?p=23742","title":{"rendered":"90 Jahre &#8222;Fang den Hut!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;Am 28. Mai ist wieder Weltspieltag. Ein Spiel schafft es seit Generationen Jung und Alt an den Spieletisch zu bringen: Der Ravensburger Spieleklassiker &#8222;Fang den Hut!&#8220; feiert dieses Jahr seinen 90. Geburtstag. Viele H\u00fctchen der Mitspieler mit dem eigenen einfangen &#8211; so lautet das simple Erfolgsrezept des Brettspiels f\u00fcr die ganze Familie. Seit 1927 ist das Spiel im Verlagsprogramm &#8211; die Gestaltung des Architekten und Gebrauchsgrafiker Dr. Fritz Ehlotzky ist bis heute nahezu unver\u00e4ndert geblieben. Er schuf im Zeitgeist des damaligen hoch modernen Bauhaus-Stils die zeitlose Aufmachung.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><center><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ravensburger-gruppe.de\/content\/wcm\/mediadata\/images\/de\/Presse\/Pressemitteilungen\/Spiele\/2017\/Fang%20den%20Hut_Produktbild.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"480\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ravensburger-gruppe.de\/content\/wcm\/mediadata\/images\/de\/Presse\/Pressemitteilungen\/Spiele\/2017\/Fang%20den%20Hut_Produktinszenierung.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"480\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ravensburger-gruppe.de\/content\/wcm\/mediadata\/images\/de\/Presse\/Pressemitteilungen\/Spiele\/2017\/Fang%20den%20Hut_Spielszene2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"480\" \/><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p><strong>H\u00fctchen \u00fcber H\u00fctchen \u2013 die Erfolgsstory geht weiter<\/strong><\/p>\n<p>Manche Spiele treffen den Nerv ihrer Zeit. Dann sind sie in aller Munde, werden oft gespielt, sind beliebt, um sp\u00e4ter von einem anderen Spielehit abgel\u00f6st zu werden. \u201eFang den Hut!\u201c geh\u00f6rt zu einer anderen Kategorie. Das Brettspiel war bei Erscheinen ein Hit und ist auch 90 Jahre danach noch eines der popul\u00e4rsten Spiele. Die Jagd der H\u00fctchen kennt jeder und kann ad hoc mitspielen: Jung und Alt gemeinsam, denn \u201eFang den Hut!\u201c verbindet Generationen.<br \/>\n\u201eWer ans Zimmer mal gebannt, nehme \u201aFang den Hut!\u2018 zur Hand.\u201c<br \/>\nSo einfach und klar wie der Reklame-Vers aus der ersten Epoche des Klassikers, so einfach ist auch dessen Spielprinzip. Mit seinem H\u00fctchen zieht der Spieler so viele Felder, wie er gew\u00fcrfelt hat. Die Laufrichtung bestimmt er mit jedem Zug selbst. Anstatt jedoch das H\u00fctchen eines anderen Mitspielers beim Aufeinandertreffen auf demselben Feld raus zu kicken, st\u00fclpt er seine Figur dar\u00fcber, nimmt sie damit gefangen. Das ist ganz sch\u00f6n gemein, macht aber Spa\u00df. Lust auf eine Partie? Wer \u201eFang den Hut!\u201c einmal gespielt hat, vergisst die Regeln nie wieder. Selbst einem Anf\u00e4nger ist der Spielablauf in Windeseile erkl\u00e4rt. Diese Einfachheit ist sicherlich ein Grund, warum das Spiel \u00fcber so viele Jahre hinweg so beliebt geblieben ist.<br \/>\nSeit 1927 ist die H\u00fctchenjagd ununterbrochen im Verlagsprogramm.<\/p>\n<p><strong>Nicht \u00e4rgern, fangen<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiterer Grund f\u00fcr den Erfolg ist die hohe emotionale Komponente. Bei \u201eFang den Hut!\u201c kann jeder Zug den Spielverlauf komplett ver\u00e4ndern. Dann \u00e4rgert man sich, wenn man gefangen wird. Oder st\u00fclpt schadenfroh sein H\u00fctchen \u00fcber das des Mitspielers, um vielleicht sogar ein eigenes, zuvor verloren gegangenes H\u00fctchen damit zu befreien. Thomas Zumb\u00fchl, Internationaler Produktmanager bei Ravensburger, erkl\u00e4rt den Erfolg des Spiels: \u201eDie Emotionen, die \u201aFang den Hut!\u2018 auf den Tisch bringt \u2013 von der Freude bis zur Schadenfreude \u2013 sind ebenso zeitlos wie die Grafik, die seit den 20er Jahren nur in kleinen Details ver\u00e4ndert wurde.\u201c<\/p>\n<p><strong>Das Design l\u00e4utet ein neues Spielezeitalter ein<\/strong><\/p>\n<p>Bis in die 20er Jahre sind verschn\u00f6rkelte Schriftz\u00fcge en vogue, beeinflusst von Jugendstil und Biedermeier. \u201eAuch Spiele hatten ein \u00fcberladenes Cover, mit pausb\u00e4ckigen Kindern drauf, alles verschn\u00f6rkelt und verziert\u201c, beobachtet Ravensburger-Archivar Tristan Schwennsen die Entwicklung. Nach dem Ersten Weltkrieg setzt sich dagegen mit dem Bauhaus-Stil eine klare Formensprache durch. So wird f\u00fcr das Design von \u201eFang den Hut!\u201c ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit beauftragt, der Architekt und Grafiker Dr. Fritz Ehlotzky. Das bedeutet f\u00fcr den Otto Maier Verlag im Jahre 1927 eine klare Z\u00e4sur in der grafischen Aufmachung von Spielen. \u201eFang den Hut!\u201c ist das erste Spiel, das so n\u00fcchtern gestaltet erscheint. Mit dieser Initialz\u00fcndung beginnt eine Zusammenarbeit zwischen Fritz Ehlotzky und dem Verlag. Ehlotzky erfindet zehn Spiele und gestaltet 20 weitere, die in den 30er Jahren unter der Rubrik Elo-Spiele auf den Markt kommen. Allerdings bleibt diesen Neuentwicklungen der kommerzielle Erfolg verwehrt. Im Gegensatz zu \u201eFang den Hut!\u201c, welches alle Mode-Str\u00f6mungen der letzten 90 Jahre \u00fcberdauert hat.<\/p>\n<p><strong>Das hat es zuvor noch nie gegeben<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber die Urspr\u00fcnge des Spiels gibt es bis heute keine verl\u00e4sslichen Informationen oder Dokumente. Am wahrscheinlichsten ist, dass C. A. Nitsche-Neves aus Mecklenburg die Spielidee an den Otto Maier Verlag in Ravensburg verkauft hat und dann nach S\u00fcdamerika gezogen ist. Jedenfalls sind Honorarzahlungen auch an dessen Nachfahren in Argentinien nachweisbar. Aber damit verliert sich die Spur zum m\u00f6glichen Erfinder. Dessen Idee des \u00dcberst\u00fclpens von Spielfiguren war v\u00f6llig neu.<\/p>\n<p>Seitdem hat \u201eFang den Hut!\u201c nur minimale Ver\u00e4nderungen erfahren. Inzwischen gibt es eine Variante f\u00fcr sechs statt der urspr\u00fcnglichen vier Spieler. Mit dem goldenen Hut, einer weiteren Spielvariante, darf man innerhalb eines Spielzuges die Richtung wechseln und auch Figuren auf den Ruheb\u00e4nken gefangen nehmen. Und die H\u00fctchen sind heute aus Kunststoff und nicht mehr handgefertigt aus Karton.<br \/>\nGeblieben sind die klaren Spielregeln und die geometrische Schlichtheit der drei M\u00e4nnchen auf dem Cover, die einander eiligen Schrittes verfolgen. Die hintere Figur setzt ihrem roten Vordermann gerade den spitzen Hut auf, w\u00e4hrend das gr\u00fcne M\u00e4nnchen an vorderer Stelle eilig das Weite sucht. Drei Figuren, die sich gegenseitig jagen &#8211; wie im Spiel, wenn Kinder und Erwachsene einander verfolgen und sich gegenseitig die H\u00fctchen abluchsen. Ein Spa\u00df, der nun seit 90 Jahren Generationen von Spielern begeistert.<\/p>\n<p>Happy Birthday, \u201eFang den Hut!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Am 28. Mai ist wieder Weltspieltag. 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