Spielanleitung für Schach

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Marion Franke

Spielanleitung für Schach

Beitrag von Marion Franke » 05.09.2006 08:45

Hallo,

ich suche eine Spielanleitung für mein Schachspiel.
Konnte es schon mal und habe dann lange aufgehört. Jetzt wieder gefunden und möchte gerne wieder spielen.
Wer kann mir helfen?
Einfache Spielanleitung mit Grundregeln reichen.
Bin neues Mitglied.
Außerdem interessiert mich das Spiel von Hexagames "Conquest", möchte es gerne meinem Sohn schenken.
Ein Griechisch- und Schachfan.
Hat das jemand und ist es zu empfehlen?

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Miraflourid
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Beitrag von Miraflourid » 05.09.2006 08:55

Hallo,
ich habe mich schon über die PN von Dir an mich wegen diesem Thema gewundert. Ist Schach spielen nicht wie Fahrrad fahren?
Vorschlag: Gehe in die nächste Bücherei, und hol dir da Literatur dazu.
Und die Regeln im Net zu finden dürfte auch nicht so schwer sein.

MfG
Mira

Marion Franke

Schach

Beitrag von Marion Franke » 05.09.2006 09:16

Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich fahre täglich Fahrrad und kann diesen Vergleich nicht nachvollziehen, d.h. verstehen.
An die Bücherei habe ich auch schon gedacht. Ich wohne auf dem Land, die Bücherei hat nicht so oft geöffnet.
Im Net hatte ich kein Glück, vielleicht nicht richtig gesucht.
Nochmal vielen Dank.
Marion aus Freising


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Monchhichi
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Beitrag von Monchhichi » 05.09.2006 14:44

@ Marion Franke : Hallo also ich hab das Spiel Conquest und kann es nur weiterempfehlen . Meiner Meinung nach ist es das Beste Strategiespiel das ich kenne !

Hier die Rezi die ich dazu geschrieben habe !

Eine kurze Vorgeschichte!

Als ich noch ein Kind (vom Alter her) war, spielten meine Onkels und Tanten immer ein Spiel mit Streitwagen, Elefanten, Schiffen, Reiterei und Infanterie. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen , da es mir die Antike und Brettspiele schon immer angetan hatten! Aber ich war einfach noch zu jung! Als ich dann ein gewisses Alter erreicht hatte, bekam ich eine Einleitung von meinem Onkel und er lieh mir das Spiel sogar aus! Meine Begeisterung wuchs und wuchs. Ich musste es unbedingt haben, aber scheinbar war es nirgendwo zu finden! Nach jahrelanger Suche konnte ich mir zwei Gebrauchte und ein Neues ergattern! Und nun spielte ich es mit meinen Freunden, die aber nacheinander keine Lust mehr hatten, da ich das Spiel noch nie verloren habe! Auch mein Onkel musste sich geschlagen geben, aber er spielte es auch schon Jahre nicht mehr! Nun tu ich mir richtig schwer Spieler zu finden, da meine Freunde nicht wollen und mein Onkel nie Zeit hat. Aber ich gebe nicht auf, denn der eine oder andere spielt schon mal wieder und mit meinem Onkel schaffe ich es ca. 1 Mal jahrlich mich der Herausforderung zu stellen! Nun vor einer Woche habe ich mir den Prototyp zu der neuen Version gekauft! Kamele und Katapulte bereichern jetzt das Spiel. Es heißt Grand Conquest. Mein Onkel ist schon ganz heiß sowie ich und ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen mit der Post kommt. Sobald es öfters gespielt wurde, werde ich auch zu diesem Spiel mehr schreiben können! Es soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen! Aber nun bin ich ein wenig abgeschweift und komme zurück zum Wesentlich, nämlich dem Spiel an sich!


Das Spiel!
Das Spiel kann man entweder zu zweit oder zu viert spielen. Früher gab es für die Zweispielervariante noch eine eigene Karte die mittlerweile nicht mehr dabei ist. Aber wenn man Glück hat, kann bei gewissen Spielehändlern eine Zweispielerkarte für ca. 3-4 Euro ergattert werden. Natürlich ist das Spiel trotz fehlender Zusatzkarte auch zu zweit spielbar, steht ja so auch auf der Schachtel drauf. Jeder Spieler muss dann eben zwei Figurensätze unterschiedlicher Farben nehmen. Es empfiehlt sich dann die Startaufstellung seiner zwei Armeen überkreuz zu wählen, da so noch mehr taktische Möglichkeiten während des Spiels bestehen. Ist aber Geschmackssache! Die Startaufstellung ist fest wie bei Schach und besteht aus vier Elefanten, zwei Streitwagen, 4 Schiffen, 2 Galeonen, 4 Reitern und 10 Infanteristen. Während des Spiels können keine neuen Truppen ausgehoben werden, aber man kann Schiffe und Galeonen der Feinde mit Landeinheiten erobern, solange sich die Schiffe und Galeonen im Hafen befinden. Die Figuren sind aus Plastik und stellen griechische Truppen vor Christi Geburt dar.


So nun zum Spielablauf. Es gibt weder Würfel noch irgendwelche Karten, also der sogenannte Glücksfaktor existiert hier nicht. Natürlich kann man Glück haben, dass der Gegner einen Fehler macht, aber das ist dann doch eher Unvermögen Jeder Spieler besitzt 20 Bewegungspunkte (BP). Nur in der ersten Runde gibt es eine Ausnahme. Bei der Vierspielervariante hat der erste Spieler 5, der zweite 10, der dritte 15 und der letzte dann schon die 20 BP. Zu zweit hat nur der erste 10 und der zweite dann schon die 20 BP. Jeder Zug einer Spielfigur kostet einen Punkt, egal ob er eine andere Figur schlägt, eine Figur belädt(wie z.B. bei Elefanten, Streitwagen oder Schiffen) oder sich nur auf ein freies Feld begibt. Die Figuren können unterschiedlich weit ziehen (2 Felder der Soldat, 6 die Reiterei, 6 Felder der Elefant, 8 Felder der Streitwagen, 6 Felder die Schiffe und 8 Felder die Galeone) und haben teils noch zusätzliche Eigenschaften. Zum Beispiel kann ein Elefant nicht von der Infanterie geschlagen werden oder die Reiterei kann ein Feld auf dem eine eigene Spielfigur steht überspringen (das übersprunge Feld kostet aber genauso einen BP). Des weiteren können Elefanten bis zu zwei und der Streitwagen einen Infanteristen tragen. Schiffe und Galeonen können einzelne oder mit Infanteristen beladene Einheiten(z.B. Elefant mit zwei Soldaten) über das Meer transportieren.

Aber nun weiter zum Spielablauf. Also, ich kann meine 20 BP ganz ausfahren muss es aber nicht. Sollte ich nun eine Figur meines Gegners schlagen hat dieser ein Recht (aber keine Pflicht) einen Austausch zu machen. Danach bin ich mit meinen restlichen BP wieder dran. Austausch bedeutet, dass eine eigene Figur, die sich höchstens zwei Felder von der geschlagenen befindet und keine Figur zwischen dieser und der Geschlagenen ist, die Figur des Gegners schlagen kann, welche eben meine Figur geschlagen hat. Ich glaube der Satz ist etwas verwirrend also ein Beispiel. Schwarz ist am Zug. Schwarzer Reiter schlägt weißen Streitwagen. Nun kann Weiß mit dem Elefanten, der sich zwei oder ein Feld daneben befindet, den schwarzen Reiter schlagen solange der Weg zu diesem nicht von einer eigenen oder gegnerischen Einheit versperrt ist. Hier hat das Pferd wieder den Vorteil, dass es eine eigene Figur, die eventuell den Weg versperren sollte, beim Austausch überpringen kann, solange das Pferd höchsten zwei Felder von der gegnerischen Einheit entfernt ist. So das war ne schwere Geburt , ist aber nicht so kompliziert wie es sich vielleicht hier anhört. Pferd und Reiterei sind die selben Figuren nur eine andere Bezeichnung sowie Soldat und Infanterist.

Sollte eine Figur eine andere schlagen und dann nicht beim Austausch geschlagen werden, hat diese Figur wieder die vollen BP solange die Gesamtbewegungspunkte nicht überschritten werden. Beispiel: Der schwarze Streitwagen schlägt mit dem 5.BP eine gegnerische Einheit und Weiß kann keinen Ausgleich machen so hat der schwarze Streitwagen wieder alle 8 BP, solange Schwarz nicht die gesamten 20 BP überschreiten. Denn wir wissen von vorher, dass jeder Spieler nur 20 BP für alle Bewegungen seiner Figuren in einem Zug besitzt. Zudem zählt eine Bewegung des Elefanten nicht für Soldaten, die er transportiert. Das gilt auch für alle anderen Figuren die andere Einheiten transportieren können. Auch hier wieder ein Beispiel: Der schwarze Elefant bewegt sich 6 Felder weit und ist nun fertig, aber der daraufsitzende Infanterist kann nun immer noch seine zwei BP verbrauchen, wenn er vom Elefanten absitzt. Eine beladene Figur kann genauso leicht geschlagen werden wie eine unbeladene. Man kann also zum Beispiel einen mit zwei Soldaten beladenen Elefanten mit nur einem Zug des Pferdes schlagen, genauso wie ein beladenes Schiff oder einen beladenen Streitwagen. Mit dieser Regel seid gewarnt, denn lasst am Ende eures Zuges nie einen Elefanten voll beladen stehen, außer ihr seid euch sicher er kann nicht geschlagen werden! Denn mit einem Zug könnten dann ein Elefant und zwei Soldaten vernichtet werden und davon muss man sich erstmal erholen

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick bieten und falls euch das Spiel nun mehr interessiert und ihr noch nach Bildern sucht, dann schaut einfach unter der offiziellen Conquest Seite nach! Jetzt hätte ich fast vergessen wie man es eigentlich gewinnen kann. Entweder besiegt man alle Landeinheiten des Gegners oder man nimmt seine Hauptstadt ein. Jeder besitzt eine Hauptstadt mit fünf Türmen die untereinander nicht verbunden sind. Sollte eine gegnerische Figur einen Turm besetzen so hat man 4 BP pro Zug weniger bis die Figur freiwillig das Feld räumt oder geschlagen wird. Sobald alle fünf Türme besetzt sind hat der Spieler keine BP mehr und verliert somit das Spiel. Bei der Vierspielervariante gibt es noch andere Möglichkeiten das Spiel zu gewinnen. Diese könnt ihr auf der offiziellen Conquest Seite nachlesen, wenn ihr nun mehr wissen wollt.

Fazit

Ich selber bin ein besteisterter Conquest-Spieler, aber es gibt einen großen Haken an diesem Spiel. Dieser wäre mangelnde Gegenspieler. Sollte jemand das Spiel anfangen und mit einem spielen der es schon länger kennt kann es durchaus deprimierend für den Anfänger werden, denn man übersieht am Anfang zu leicht bestimmte Möglichkeiten des Gegners. Ideal ist es wenn zwei oder mehrere Zeitgleich anfangen oder wenn Erstspieler einen riesigen Ehrgeiz besitzen bzw. einfach ein Naturtalent sind. (Was auch ab und zu vorkommen soll ) Es macht einfach tierisch Spass sich zu messen denn es zählt nur das Können. Schachspieler werden es mir verzeihen wenn ich behaupte , dass es mindestens so gut wie Schach ist und es noch mehr Möglichkeiten gibt. Ich hab selten ein so tolles und ausgeklügeltes Spiel entdeckt. Der Wiederspielwert ist rießig und kann eigentlich nie geringer werden, solange man einen Gegenspieler findet. Was noch sehr witzig an diesem Spiel ist , dass man sich im Vierspielermodus verbünden kann aber es besteht keine Verpflichtung sich auch daran zu halten
Ich hoffe ihr verzeiht mir fehlende Kommas, eventuelle Rechtschreibfehler und meine durchaus langen Sätze.

Gruß Monchhichi

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