Dramatischer Anstieg der Tierversuchzahlen in 2004

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Dramatischer Anstieg der Tierversuchzahlen in 2004

Beitrag von MrSkull » 15.11.2005 16:10

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hat am 14.11.2005 die aktuelle Statistik für in Tierversuchen getötete Tiere im Jahre 2004 veröffentlicht und damit heftige Reaktionen bei Tierschützern hervorgerufen.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte sieht hier sofortigen Handlungsbedarf für die Regierung: "Seit 1991 sind nicht mehr so viele Tiere in Tierversuchen verbraucht worden", äußerte sie Dr. Corina Gericke, Fachreferentin des Verbandes, angesichts der vorliegenden Zahlen.

2004 wurden im Vergleich zum Vorjahr 7,3 Prozent mehr Tiere im Tierversuch getötet. Dies entspricht einer Zahl von 153.148 Tieren. Die Gesamtzahl der in Deutschland im Tierversuch getöteten für 2004 Tiere liegt bei 2.265.489 Tieren.

Im Koalitionsvertrag sprechen sich die Koalitionspartner der kommenden Regierung sich für eine zügige Weiterentwicklung von Ersatzmethoden aus, damit der Tierversuch nicht automatisch zur Risikobewertung von Stoffen herangezogen würde.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert in diesem Zusammenhang, dass die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Bundesländern unverzüglich mit der Förderung tierversuchsfreier Verfahren beginnen müsse. Die Einrichtung von Lehrstühlen für Ersatzmethoden zum Tierversuch sei hierbei ein unverzichtbarer erster Schritt. "In Zeiten von Hartz IV und Mehrwertsteuererhöhung, wo an allen Ecken und Enden gespart wird, dulden wir nicht, dass neue Tierversuchsanstalten mit zweistelligen Millionenbeträgen bezuschusst werden, während die tierversuchsfreie Forschung auf der Strecke bleibt", kritisiert Dr. Corina Gericke.

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