Carolus Magnus

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Carolus Magnus

Beitrag von MrSkull » 21.03.2014 16:38

Ein Strategiebrocken für 2-4 Spieler ab 12 Jahren von Leo Colovini.

Die Spieler bemühen sich durch geschicktes Vorgehen Provinzen und Regionen mit ihren Burgen zu besetzen, um am Ende die Vorherrschaft des gesamten Gebiets zu erlangen.

Nach einem etwas fummeligen Aufbau des großen Materialsortiments, geht es eigentlich recht zügig in die Spielrunden. Das Prinzip ist einfach erklärt und gespielt, aber ohne bedachtes Vorgehen kann man die erhofften Provinzen und Regionen leicht in die Hände der Gegner spielen.

Das Ziel ist es durch Einsetzen von "Soldaten" (farbige Holzwürfelchen) die Mehrheiten der verschiedenen Adelsfamilien zu beeinflussen. Diese sitzen nämlich in den verschiedenen Provinzen und beanspruchen diese. Die Spieler wollen ihnen diese jedoch abluchsen, indem sie dort jeweils eigene Burgen einsetzen.
Um dies nun zu bewerkstelligen, setzen die Spieler am Burghof (kl. Spielertableaus an die die farbigen Holzwürfelchen angelegt werden können) entsprechend "Soldaten" in den Farben der Adelsfamilien ein, um dahingehend auf die Mehrheiten einzuwirken, dass die Provinzen leichter zu erobern sind. Eine Eroberung findet statt, wenn die in der Provinz ausliegende Farbe in Mehrheit dem aktiven Spieler gehört, wenn er dort die Spielfigur des Königs platziert und eine eigene Burg platziert.
Dies kann noch zum Vorteil des Spielers verändert werden, wenn Soldaten, anstatt an den Burghof in Provinzen gestellt werden.

Bei Rundenbeginn wählt jeder einen seiner 5 Zahlenchips (1-5) verdeckt aus, um die Reihenfolge festzulegen, in der gezogen werden darf. Dabei gilt, die niedrigste Zahl beginnt.
Der so ermittelte Startspieler kann nun X Soldaten einsetzen (je nach Spielerzahl) und so die Mehrheitsverhältnisse beeinflussen. Anschliessend bewegt er die Königsfigur um bis zu soviele Felder (Provinzen, Regionen) voran, wie sein Zahlenchip angab. Besitzt der Spieler auf dem anvisierten Feld die Mehrheit, kann er nun - sofern nicht schon vorhanden - eine Burg einsetzen und damit diese Provinz für sich beanspruchen. Liegen so mehrere Provinzen desselben Spielers nebeneinander, werden diese zu einer Region zusammengeführt (die Landschaftsplättchen werden aneinandergelegt und ergeben so ein größeres Gebiet mit mehr Soldaten und Burgen und somit auch schwerer von Gegnern übernehmbar).
Abschliessend wird mit den drei Farbwürfeln gewürfelt, um zu ermitteln, welche "Soldaten" als Nachschub vom Vorrat wieder in die Reserve kommen.

So wird reihum immer weitergespielt, bis entweder ein Spieler alle seine Burgen platzieren konnte oder insgesamt nur noch 4 oder weniger Regionen/Provinzen verbleiben.

CM ist einfach toll, da mit einem relativ simplen Spielprinzip soviel gemacht werden kann. Die Mechanik einmal verinnerlicht sitzen die Spieler durchgehend alles um sich herum scharf beobachtend am Tisch und grübeln um die Wette, wie die Mehrheiten zu ihren Gunsten zu verschieben sein könnten. Das Material ist dabei zweckmäßig hübsch^^.
CM hält sich bei uns schon lange Zeit und findet immer wieder den Weg zum Spieltisch :)!

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