Review: „Jupiter Hell (PC)“

Doom inspiriertes Roguelike Shoot’em Up – Game….so in etwas könnte man es kurz zusammenfassen, was uns hier „JH“ bietet. Ein bisschen wie Schach, nur halt mit Schrotflinten – sagt dann auch der Publisher. Und ja, es wird aus der ISO-Perspektive durch Gänge geschlichen und Monster niedergemetzelt, vorzugsweise aus der Ferne, aber auch der Nahkampf ist durchaus eine Option.

Rundentaktisch vorzugehen lohnt sich hier besonders, da in so gut wie jedem Raum Monster herumlaufen. Manche direkt ersichtlich, manche hinter Säulen versteckt (LoS ist hier ein Thema). Die Fieslinge sind dann auch unterschiedlich in ihrem Verhalten zu bestaunen. Einige kommen direkt auf den Spieler zugestürmt, schlauere nutzen ihre Fähigkeiten ebenfalls aus der Ferne.

Alle lassen nach ihrem Ableben mehr oder weniger brauchbare Gegenstände liegen und auch diverse Kisten beherbergen neckische Ausrüstung. Es lohnt sich also genauer herumzugucken.
Dafür bietet der Schirm auch genug Platz und die detailverliebte Pixel-Grafik tut ihres atmosphärisch dazu, so lange man an den HUDs vorbeischaut (oben links eine Mini-Map, unten links der Status des Helden, unten rechts die Waffen- und Munitionsanzeige und mittig häufig Hinweise und Tipps).

Die Gegner verlangen also gutes Timing und ein genaues Auge beim Kämpfen und es schadet nie, volle Taschen mit Heal-Packs, Rüstung und Munition zu haben, denn alles geht furchtbar schnell zur Neige. Der „FoW“ (Fog of War) wird Raum für Raum auch nur nach und nach, je nach Bewegung eben, aufgedeckt und gibt dabei Gegner, Deckungen, Schatzkisten, etc. frei. Deckungsmöglichkeiten, wie z.B. große Container sollten gut genutzt werden, aber vorsicht vor herumschleichenden Monstern, die genau an die Ecke eines solchen Containers z.B. schiessen.

Mit der Zeit (anfänglich gar recht fix) steigt der Held auch Level um Level auf und kann so u.a. passive Fertigkeiten verbessern, z.B. für mehr Lebenspunkte oder mehr Schaden.

Für Mausakrobaten wirkt es etwas lästig wirklich alles per Tastendruck steuern, aktivieren, nutzen zu müssen und es dauert ein Weilchen, bis man dies automatisiert verinnerlicht hat. Ansonsten handelt es sich um spiel-typische Steuerungen. Das Level-Design ist auch eher klassisch kastenförmig gehalten, bietet dabei aber auch nicht nur Raumschiffgänge, sondern auch höllische Aussenbereiche.
Die Sammelwut wird relativ gut befriedigt und so kann man bei der aufzufindenen Waffenvielfalt auch bei mehreren Durchgängen einfach mal ausprobieren, sich auf spezielle Waffengattungen zu konzentrieren und nur mit diesen zu kämpfen.

Für Pixel-Retro-Fans und Roguelike-Liebhaber unbedingt ein Hingucker und dringend auszutesten. Alle anderen schauen vielleicht erstmal zu, aber für ein schnelles bumm-peng reicht es allemal, da ein Deck relativ zügig gespielt ist!

 
Wertung:
Spielspaß: 4.5 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC
USK: 16
Publisher: Chaosforge/Hyperstrange

 

Screenshots:

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