Review: „iris.Fall (PC)“

In diesem wunderbaren Puzzle-Spiel wird die Heldin Iris von einer mysteriösen Katze gelockt und begleitet, nachdem sie aus einem Albtraum erwacht ist und sich nun in einem verfallenen Theater wiederfindet. Im Laufe des Spiels ergibt sich die Erkenntnis, dass die gesamte Umgebung irgendwie im Zusammenhang mit Iris selbst steht. Genaueres gilt es herauszu“spielen“^^.

Das Besondere, neben der sehr auf- und gefälligen Präsentation, ist der Wechsel zwischen der (normalen) Licht- und Schattenwelt. Mit Hilfe magischer Bücher, die an bestimmten Stellen ausliegen, wechselt Iris in die Welt der Schatten und läuft so über Planken und andere Objekte, die sich nur als Schatten an der Wand befinden. Auch Interaktionen sind dort möglich. Und so werden Rätsel und Puzzle in beiden Welten (des selben Raums; die Kapitelabschnitte spielen immer in einem festen Raum) auch häufig kombiniert, um voran zu kommen.

Da es aber kaum bis keine Hinweise gibt, was zu tun ist, steht Iris auch schon mal herum, bis der Spieler sie überall hingeführt hat, um eventuelle Aktionspunkte zu entdecken – nachdem er sich das dargestellte Raumbild genau angesehen hat und auf sich hat wirken lassen. Oft muss man zweimal hinschauen, um zu „sehen“, wo was zu tun ist, manchmal ergibt es sich auch einfach so intuitiv – dies wird von jedem Spieler individuell abhängen.

Auf jeden Fall sind immer alle Aufgaben gut lösbar, ohne sich zu wiederholen oder monoton zu wirken. Dies wird auch durch die kleinen Script-Ereignisse und -Erlebnisse unterstützt und herrlich durch die samtweichen Animationen illustriert. Nach getaner „Arbeit“ und immer wieder auf dem Weg, kommt es zu Aha-Erlebnissen und dies macht auch viel von der Stimmung aus, die ansonsten eher düster gehalten ist.
Die Zeichnungen (2D und 3D) sind fantastisch und die plastische Wirkung, wenn auf einmal gelbleuchtende Lichter angehen in all dem grau-schwarz-weiss, ist erstaunlich immens. Es macht wirklich Spass alles auf sich wirken zu lassen, trotz der eher dunklen Atmosphäre. Die junge Iris scheint dabei sehr tapfer und neugierig, geht es doch eigentlich immer vorwärts – sehr linear und auch die Gesamtspieldauer ist nicht die umfangreichste, aber am Ende weiss man, was man geleistet hat^^ -, an abstrusen Hindernissen und allerlei Flatterzeugs (Fledermäuse,…) vorbei.

Insgesamt muss man dem Spiel und dem Publisher Applaus zollen. „IF“ ist ein toll gelungenes und sehr kurzweiliges wie unterhaltsames Spiel, das zu fordern weiss, ohne gemein zu werden und einfach gut aussieht. Viel Knobelspass garantiert – wenn auch vllt. nicht für Rätselprofis – und interessante Auflösungen sowie staunende Augen bei all der gezeichneten Pracht und dem Hin-und-Her der Licht- und Schattenspiele^^.

 
Wertung:
Spielspaß: 5 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC (Steam)
USK: n/a
Publisher: NEXT Studios

 

Screenshots:

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