Review: „AreA (PC)“

„AreA“ ist ein wundervoll gestaltetes Action-RPG, das seine Schwerpunkte thematisch und kämpferisch auf die Musik setzt.
Der Spieler agiert als ein Schüler des Großmaestros Guido und übernimmt dabei wahlweise die Rolle als Harfenbogenschütze Wolff, Celloritter Jacques, Lautenmagier Jules oder Trompetenschütze Claude. „AreA“ läßt sich aber auch im 4-Spieler-Koop-Modus spielen – hier erinnert es an 80er-Größen, wie „Gauntlet“^^. Die Aufgabe besteht darin, das Geheimnis der schwebenden Insel Aezir aufzudecken und hierfür wird der Spieler ziemlich linear durch das Spielgeschehen geleitet. Um das Gleichgewicht und den Frieden der Welt wiederherzustellen, muss der Spieler die zerteilte Insel erkunden und die neun Ur-Instrumente finden und zurückbringen.

Zurückgebracht werden alle gefundenen Gegenstände in das musikalische Hauptquartier, das nicht zufällig an eine Mischung aus Konzertsaal, Opernhaus und Theater erinnert – inkl. allen Backstagebereichen und Publikumsrängen, Logen und imposanten Treppen. Dort finden sich dann auch die auftraggebenden NPCs, u.a. ein geschwätziger Papagei, aber auch Musikstudenten, die ab und an Nebenmissionen offerieren, sowie ein musikalisches Ladengeschäft, in welchem sich der Spieler auf- und ausrüsten kann. Dazu werden unterwegs gefundene Notenblätter, u.ä. als Zahlungsmittel genutzt sowie diverse Boni durch Sammelgegenstände umgesetzt.
In die zu absolvierenden Level gelangt man durch ein Teleportsystem, welches einen zuerst auf ein Luftschiff bringt und von dort dann in die gewählten Inselbereiche. Ein wenig umständlich, aber geschichtlich so verankert.

Die Herausforderungen durch die anzutreffenden, meist tierischen, Gegner steigern sich im Laufe des Spiels und besonders die (End-)Bosse wollen auf unterschiedliche Weisen besiegt werden. Hier greift dann auch wieder das musikalische Thema, allerdings, wie im gesamten Spiel, eher aufgesetzt, denn wirklich musizierend. Die herzallerliebste Grafik stellt zwar alles mit schicken Musiknoten-Geschossen dar, aber das könnten eigentlich auch ganz normalen Pfeile oder Patronen sein, der Effekt bleibt der gleiche. Hier wäre die konsequentere Umsetzung von Musik interessant gewesen, wenn z.B. a la „BIG“ bestimmte Klaviaturen getroffen werden müssten oder per Gehör Fallen umgangen werden könnten – von diesen gibt es immer wieder reichlich in Puzzleform.
Insgesamt, trotz wunderschöner Hintergrundlandschaft, wirkt auch der Zwang sehr viel laufen zu müssen, nach einiger Spielzeit eher aufdringlich, denn spielmotivierend, trotz der vielen Teleporter. Vllt. um die Spielzeit etwas mehr zu strecken, denn unter’m Strich bleibt, neben der netten Story und der fantastischen Präsentation, ein etwas dünnes Action-RPG (mit Zelda-Allüren) übrig, das für die Zielgruppe sicherlich sehr spannend sein dürfte, aber über casual gaming hinaus, nicht lange Bestand haben wird.
Für ein Spielchen zwischendurch aber immer sehr sehenswert.

 
Wertung:
Spielspaß: 4 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC (Steam)
USK: 6
Publisher: SOEDESCO

 

Screenshots:

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