Review: „Call of Duty: Black Ops 3 (PC)“

Im dritten Teil von Call of Dutys „Black Ops“ – Reihe, wird der Spieler mit einem bombastischen Szenario konfrontiert, weg vom klassischen Feldgeballer hin zum mentalen Krieg.

Nach der anfänglichen, kino-esk inszenierten Einführungsmission, in der es um die Rettung eines Entführten geht, die kurz vor dem Ziel brutal scheitert, findet sich der Held auf dem OP-Tisch wieder. Seine zuvor verlorenen Gliedmaßen wurden durch kybernetische Prothesen ersetzt und ihm wurde ein Cyberimplantat eingepflanzt, das es ermöglicht, sich direkt überall und in alles einzuhacken. Ein immenser Vorteil für einen Soldaten in der heutigen, medienüberfluteten Welt, in der es an jeder Ecke nur so von entsprechenden Gerätschaften wimmelt, sollte man meinen. Doch bald stellt sich heraus, dass diese Fähigkeit auch genau so gut missbraucht werden kann, deren Wirt zu manipulieren.

So entfaltet sich das Spiel bzw. dessen Story ab diesem Zeitpunkt gelinde gesagt verwirrend. Denn fortan werden wir virtuell an die Hand genommen und spielen so im Spiel vergangene Einsätze nach. Dies alles mit dem letztendlichen Zweck, herauszufinden, was demnächst folgt – glaubt man. Ohne weiteres von der Story zu verraten, sei nur darauf hingewiesen, dass, obwohl sehr spannend erzählt, vieles eher als abgefahren und abgedreht – vor allem im späteren Verlauf – zu bezeichnen ist. Damit hebt sich dieser Teil wohltuend vom sonstigen Kriegs“einerlei“ ab, aber, trotz aller spannend erzeugten Neugier, fragt sich der Spieler doch öfters, wo er nun hier hineingeraten ist.

Absolute Action mit entsprechend tollen Script-Sequenzen gibt es aber natürlich auch hier wieder zuhauf und so wird wild geballert und gejagt und ausgewichen in einem sehr modernen Szenario, bei dem die vornehmlichsten Gegner Roboter sind.
Grafisch und atmosphärisch werden alle Register gezogen und auch gerade dadurch wird der Spieler tief in die verworrene Geschichte gezogen. Musik, Soundkulisse und die sprachliche Vertonung tun ihr übriges auf hohem Niveau hinzu.
Die bekannt intuitive Steuerung läßt sich auf jegliche Vorlieben voreinstellen und so wird der geneigte Spieler ruckzuck in die CoD-Welt transportiert.
Die vielerorts berichteten Probleme mit der Leistung und diversen Abstürzen konnten wir hier nicht nachvollziehen.

Der Multiplayer-Teil bietet bewährtes, bekanntes und etabliertes sowie einige kleine Neuerungen.
Spätestens nachdem man sich am Singleplayer-Part sattgesehen und -gespielt hat (SPOILER: die original Kampagne lässt sich, mit geänderter Story, nach Abschluss gleich nochmal erleben!!!), sollte man sich dem Mehrspielerbereich widmen.
Der bringt vor allem auch Karten mit, die die neuen Bewegungstricks aus der Kampagne unterstützen, nämlich dem Laufen an der Wand! Überhaupt wird da auf zwar ingesamt etwas kleineren, aber vielen gut austarierten Maps reichlich für die Spieler geboten. So kann hie und da auch die Umgebung mit einbezogen werden, wenn man sich z.B. durch Tauchen hinter die Gegner bringt^^. Die verschiedenen Modi und das Einbringen von „Spezialeinheiten“ sorgen für langanhaltende Motivation.

Wer sich einmal im CoD-Universum auf eine völlig andere Geschichte einlassen mag, bei der man teilweise bis zum Schluss nicht genau weiss, wer was warum wo wie und wann getan hat *G*, ist hier sehr gut aufgehoben. Die Präsentation liegt über dem bekannten Standard und wenn man einmal im „Spiel“ angekommen ist, ist man auch wirklich mittendrin, statt nur dabei :)!

 
Wertung:
Spielspaß: 5 von 6 Punkten.

Daten:
Plattform: PC, STEAM
USK: 18
Publisher: Activision

 

Screenshots:

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