Review: „Escape Dead Island (PC)“

Ich bin ein Reporter, holt mich hier raus!!!!!
Weg von der Insel, tjahaa, das ist aber gar nicht so einfach. Und überhaupt, wir wollten ja unbedingt da hin, also unser steuerbarer Held zumindest, jetzt soll er da mal durch^^.

Den Anfang macht aber zunächst ein Einführungslevel mit einem Ninja-Agenten, der sich durch ein Forschungslabor schlägt und dabei auf das Geheimnis aller fehlgeschlagener Experimente stößt: Zombies! Nicht lange gefackelt, wird weiter gemeuchelt und ein Ausgang gesucht, doch der ist……! Spoiler-Alarm :), hier endet erstmal die kurze Erzähle und wir machen einen Sprung zum Hauptspiel (der ingame übrigens fast genauso brachial vonstatten geht!).

Hier sind drei Mitt-Zwanziger auf einer kleinen Yacht irgendwo auf den Weltmeeren unterwegs, um einer Story nachzugehen. Der Konzern Geopharm nämlich, lädt unerlaubt und ganz doll geheim und fies diverse „Fracht“ auf einer Insel im Banoi-Atoll ab. Dies können die beiden Jungs und das Mädel als überzeugte Umweltaktivisten und Journalien natürlich nicht zulassen bzw. wollen dem unbedingt auf den Grund gehen.
Kurzum landen sie endlich auf der Insel und gehen einigen merkwürdigen Hinweisen nach, machen reichlich Beweisfotos und erleben ein feines Beben.
Das Erdbeben weitet sich aber von der Insel auch aufs Meer aus und bringt die Yacht zum Kentern, welches unser blonder Held noch zu hindern versucht – natürlich komplett chancenlos. Nach dieser sinnfreien Aktion findet er sich denn auch fernab des Strandes in einem Container wieder, als er vom Kenterunfall aufwacht.

Von hier an beginnt das eigentliche Spiel, denn wir sind nun auf uns allein gestellt und machen uns auf die Suche nach den Kameraden und weiteren Indizien und Hinweisen aller Art, was denn hier um Himmels willen los bzw. geschehen ist.
Nach wenigen Schritten begegnen wir dann auch schon dem ersten Zombie, wie er sich genüsslich an einem Opfer labt und sind fortan darauf bedacht in Schleich-Manier durch die recht „geraden“, vorgebenen Levelwege zu huschen. Da mal per Leiter über ein Wellblechdach, hier durch ein Loch im Zaun geschlupft und immer schön in Deckung an den Untoten vorbei. Wir sind nämlich nur mit einem Fotoapparat „bewaffnet“, der die Monster nicht wirklich beeindruckt.

Einige Schleichmomente später gelangen wir in eine Art Fabrik- bzw. Schiffshalle und von dort an gilt es auch kleinere Puzzle zu lösen bzw. Gegenstand A für Aktion B zu suchen, usw.! So kommen wir auch endlich zu unserer ersten Waffe, dem ultimativen und sehr bösen Schraubenzieher!
Naja, immerhin kann man sich an die Zombies von hinten anschleichen und sie dann damit zu Tode, äh, Untode, hm, naja, man ersticht sie halt und nach kurzer Zeit lösen sich die nun leblosen Körper auf.
Wie es ab hier weitergeht und was sich demnächst noch alles im Inventar wiederfinden wird und vor allem, wieso unser Held sich teilweise so merkwürdig verhält, müsst ihr nun selbst herausfinden^^.

Das ganze Geschehen ist in herrlich schrägem Cellshading verpackt, mit dicken schwarzen Konturen um alle Objekte und Personen herum, so dass alles wie in einem Comic aussieht. Das passt auch sehr gut zu der schrägen, dunkel-humorigen Szenerie und Atmosphäre.
Eine Soundkulisse findet sich eher dezent im Hintergrund, dafür gibt es reichlich Soundeffekte, neben dem allgegenwärtigen Zombie-Gebrummel halt reichlich Alltagsgeräusche, die dem Spieler das Leben erschweren. Denn steht er bei einem Telefon, fängt es sogleich an kräftig zu läuten und umstehende Zombies werden aufmerksam und gehen der Geräuschquelle nach.
Da macht sich auch ein wenig die recht brauchbare KI bemerkbar, denn neben den schlauchigen Leveln und diversen gescripteten Ereignissen, agieren die gegnerischen Horden größtenteils so, wie man sie aus liebgewonnenen Genre-Filmen kennt. Schlurfen, ewig hungrig und immer dem Lärm nach, einzeln oder in überraschend großen Gruppen :)!
Praktisch dabei für den Spieler, alle Zombies haben einen Aufmerksamkeitsmeter in Form eines „!“ über sich schweben. Dieses füllt sich schlagartig rotgefärbt, wenn sie dem Helden gewahr werden und leert sich mit gelben Farbresten, wenn sie ihn aus den Augen verlieren oder gar nicht bemerkt haben.
Auch gibt es eine Art Schallwellen-Effekt für den Spieler, wenn er in Sichtweite eines Monsters gerät, der wellenartig auf den Monitor zufliegt. Ein starkes Indiz für einen spontanen Rückzug hinter die nächste Ecke^^.

Das Spiel präsentiert sich also gut und bietet viel Kurzweil bei relativ stabilen System, es kam beim Testen nur zu einem Absturz.
Eventuell als monoton zu bezeichnende Level-Abschnitte sind schnell passiert und durch die doch recht häufig vorkommenen „Anwandlungen“ des Helden, ist immer für Abwechslung an den unmöglichsten Orten gesorgt :)!

Rundum bekommt der Dead Island – Fan hier ein cooles SpinOff mit Action-Adventure-Touch.

 
Wertung:
Spielspaß: 4 von 6 Punkten.

Daten:
PC
Steam benötigt
USK 18

 

Screenshots:

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