Review – „Bernd, das Brot und die Unmöglichen (PC)“

So ein albernes Spiel! Aber „Mist“? Nein 🙂

Zwei von Bernds Lieblingswörtern (albern, Mist), passen ziemlich gut zur ersten Beschreibung des Spiels^^, doch für den wahren Fan ist dies nur die Bestätigung unbedingt zugreifen zu müssen!

Das klassisch angehauchte Point’n’Click-Adventure spielt sich flüssig und tropft an jeder Ecke über vor Bernds Sarkasmus und dem allgemeinen Witz der Show.
Dies muss man sicherlich mögen, aber ein Schmunzeln können sich auch nicht (Show-)versierte Spieler nicht verkneifen, wenn die drei Protagonisten durch die Spielewelt trotten und allerlei Merkwürdigkeiten erleben.

Die drei Helden sind Bernd, das Brot – aus der gleichnamigen, nächtlichen Kult-TV-Show des Senders Kika – und seine beiden Mitbewohner Busch (eine hyper-intelligente Zimmerpflanze auf 2 Beinen) und Chili, das Schaf (eine sehr laute Freundin^^), denn, wie wir als Erstes erfahren, wohnt Bernd in einer WG, wenn er nicht gerade vor der Kamera in einem trist-weissen Raum „gequält“ wird. Allerdings fühlt er sich auch dort gequält, mag er die beiden Freunde irgendwie doch gar nicht so gerne und findet sie eher nervig – aber dann wieder mag er doch bei ihnen sein, hier liegt also eindeutig ein Trend bei Bernd vor *G*.

In ihrer abendlichen Freizeit sind die drei als Superhelden unterwegs, wobei auch dies wohl eher zu Gefallen seiner beiden Freunde geschieht, wie Bernd des öfteren indirekt zu verstehen gibt, und in schicken Kostümen gehen sie so diversen Verbrechen auf die Spur.
Im vorliegenden Spiel wurde im öffentlichen Park eine bronzene Yak-Statue gestohlen und für Chili, Busch und Bernd (unfreiwillig^^) ist sofort klar, dass dieses Geschehnis aufgeklärt werden muss.

Und schon sind wir mitten drin, in einem abstrusen Abenteuerspiel, klicken uns über die Bildschirme und versuchen die vielen Puzzle und Rätsel zu lösen, um irgendwann schliesslich die Statue wiederzufinden und viel wichtiger, dem Grund auf die Spur zu kommen, warum es überhaupt zu diesem Akt des Verbrechens kam.

Der Weg ist dabei zum Teil recht holprig, zum Teil sehr genre-typisch. Die meisten Aufgaben löst man mit viel Geduld und Puzzle-Logik (wenn X, dann Y und dann muss auch Z….), manche mit Glück und zentimeterweisen Absuchen des Bildschirms. Es gibt eine Hilfe, die „Lupen“ einblendet, die aufzeigen sollen, wo es etwas zum „Ansehen“ gibt, allerdings sind diese öfters recht ungenau platziert, so dass das genaue Absuchen um die besagte Stelle herum dennoch nicht ausbleibt.

Klassiker sind dagegen schon einfacherer Natur: wie bekomme ich einen Metallgegenstand aus dem Brunnen mit Bernds kurzen Armen? Ast, Schnur, Magnet….
Wenn es an einer „begrabenen“ Stelle mal nicht weiter geht, hilft das Prusten in ein Grunzophon und plötzlich kommen, völlig selbstverständlich und logisch nachvollziehbar, dutzende Wildlinge angerauscht und wälzen alles um, was gerad noch im Weg war.
Profis werden sich minutenschnell durch Spiel und Rätsel klicken, Gelegenheitsspieler versuchen logisch heranzugehen und merken schnell, dass das nicht immer weiterführt und Fans sind zielstrebiger unterwegs, denken sie doch genauso verworren, wie die Autoren des Spiels *G*.
Rundum kann man über die Rätselmechanik nicht wirklich schimpfen, aber hie und da wären deutlichere Hinweise spielflussfördernder gewesen für den casual gamer und andererseits ist manches ZU eindeutig, aber so entsteht eben eine gute Mischung und wenn es gelöst wurde, kommt auch der Bernd-Spass nicht zu kurz zur Belohnung :).

Technisch ist das Spiel für die nötigen Ansprüche auf der Höhe des Geschehens, die Bedienung intuitiv, die Grafik absolut genial und total „Bernd-mäßig“^^, der Sound (inkl. eigenem Soundtrack) meistens passend und die Sprachausgabe sehr klar – wenn auch gelegentlich nervig, wenn Chili nicht mehr den Mund hält *G*.

Insgesamt ist das Spiel für Fans ein MUSS und alle anderen schauen einfach mal rein, denn P’n’C-Adventures kann man eigentlich nie genug haben!

 
Wertung:
Spielspaß: 5 von 6 Punkten.

Daten:
PC
USK 0

Screenshots:

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar